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2017-10-22

Unser unheimliches Essen

Nach jahrelangem Leidensweg mit diffusen Krankheitssymptomen wie starken Schmerzen, Übelkeit, extreme Müdigkeit und Hautausschlag, erhält die Journalistin Caitlin Shetterly die Diagnose, allergisch auf genmanipulierten Mais zu sein. Auf diesen zu verzichten: kein Problem. Oder doch?

Ihrer akribische Recherche führt die Autorin zuerst durch die Kornkammer der USA, aber auch bald auf die Spur genveränderter Pollen im Honig nach Brüssel und Deutschland. Dabei zeigt sich die erschreckende Wahrheit darüber, wie weit unser Essen, aber auch Lebensmittelverpackungen, Windeln, Medikamente oder Zahnpasta, darunter auch Bioprodukte, schon von genmanipulierten Substanzen unterwandert sind.

Nach Gesprächen mit Experten, Bauern, Wissenschaftlern und ehemaligen Monsanto-Mitarbeitern schreibt Caitlin Shetterly einen Artikel über genmanipulierte Lebensmittel in der amerikanischen ELLE, der zum viralen Hit wird. Kurze Zeit später entsteht ihr Buch „Genbombe - Wie sich genmanipulierte Lebensmittel unbemerkt in unser Essen schleichen“, das aim Juli 2017 im Heyne Verlag erschienen ist.

Eine der Schlüsselfiguren ihrer Recherche ist der Vorsitzende des Deutschen Berufsimkerverbands und Präsident des europäischen Erwerbsimkerbundes Walter Haefeker. Der in Seeshaupt bei München lebende Imker ist Spezialist für das Thema gentechnisch veränderter Organismen (=GVO) und hat das Vorwort zum Buch geschrieben. Dank ihm erhält die Autorin tiefe Einblicke in die GVO-Politik Europas, speziell des Honigs, und berichtet aus nächster Nähe über eine der wichtigsten Lobbyschlachten in Brüssel.

Das Buch „Genbombe“ beginnt als persönliche Geschichte einer Frau die gesund werden möchte und weitet sich aus zu einem investigativen Thriller, der die unbekannten Fakten über unser täglich Brot aufdeckt. Es wirft einen beunruhigenden Blick auf den größten Lebensmittelkampf unserer Zeit, der gerade erst begonnen hat.

»Shetterlys zugängliches, gut recherchiertes und beunruhigendes Werk bringt Klarheit in eine oft undurchsichtige Debatte.«
 Publishers Weekly
Die Autorin:
Caitlin Shetterly ist Autorin mehrerer Sachbücher und schreibt regelmäßig für The New York Times Magazine und die amerikanische Elle. Sie lebt mit ihrer Familie in Maine.
http://www.caitlinshetterly.com/

Caitlin Shetterly
Genbombe
Wie sich genmanipulierte Lebensmittel
unbemerkt in unser Essen schleichen
Originaltitel: Modified (Putnam, 2016)
Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur,
416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm,
10 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-60428-5
€ 14,99 [D]  | € 15,50 [A]  |  CHF 20,50*  
(* empf. VK-Preis)

Verlag: Heyne

Nicht abwarten, jetzt handeln.

2015-04-17

Gen-Raps soll vom Acker bleiben

Im Herbst könnte genmanipulierter Raps der amerikanischen Firma Cibus auf deutschen Feldern ausgesät werden. Schuld ist ein skandalöser Bescheid der zuständigen deutschen Behörde: Darin teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit, dass Cibus den neuartigen Gen-Raps ohne weitere Auflagen in Deutschland anbauen und vermarkten kann.

Der Grund: Der Gen-Raps wurde mit einer neuen Methode der Genmanipulation hergestellt, bei der das Gentechnik-Gesetz noch nicht zur Anwendung kommt. Monsanto und Co. reiben sich schon die Hände: Wenn sich diese Rechtsauslegung durchsetzt, könnten auch sie bald Pflanzen in Deutschland anbauen, die mit neuen Gen-Methoden hergestellt wurden.

Einmal aus dem Labor in die Umwelt entlassen, lassen sich die manipulierten Pflanzen nicht mehr zurückholen. Raps kreuzt in der Natur sehr schnell aus und wird oft selbst zum Unkraut. Doch noch ist nichts verloren: Wenn sich jetzt zehntausende Menschen an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt wenden, stehen die Chancen gut, dass er die Entscheidung seiner Behörde zurückzieht.

Verhindern Sie die Aussaat von Gen-Raps in diesem Herbst. Schreiben Sie jetzt an Landwirtschaftsminister Christian Schmidt!

Nicht abwarten, jetzt handeln.

2014-12-26

Gentechnik-Nelken auf dem Weg

Mehrere Sorten von gentechnisch veränderten Nelken dürfen schon als Schnittblumen in die EU importiert werden, bald könnten weitere hinzukommen. Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA sieht jedenfalls kein Problem – und erklärt Einwände Zyperns für unbegründet.

2014-12-21

Soja-Patent: „Erschreckendes Beispiel für Absurdität“

  • Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen haben Einspruch gegen ein Patent eingelegt, das dem US-Konzern Monsanto im Februar vom Europäischen Patentamt (EPA) in München erteilt wurde. Monsanto beansprucht darin DNA-Sequenzen aus Sojapflanzen – obwohl der Konzern sie nur in der Natur entdeckt hat.
  • Gentechnik bleibt vom Acker! Monsanto stoppen. Nicht abwarten, jetzt handeln.

2014-08-24

Gentechnik-Lobbyist in CDU-Spitze

Der Vize-Fraktionsvorsitzende der CDU, Michael Fuchs, hat seine Partei und deren Chefin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu einer liberaleren Wirtschaftspolitik aufgerufen. Dazu gehört für ihn auch die „grüne Gentechnik“, also gentechnisch veränderte Pflanzen auf Acker und Teller. Den Koalitionspartnern CSU und SPD ist Fuchs' Partei aber schon jetzt zu gentechnik-freundlich.


—-- c4harry

2014-06-03

Milliardenschweren Kampagne gegen Transparenz

Ohne Transparenz kein Vertrauen beim Verbraucher. Die Gentechnik-Lobby verhindert seit Jahren mit milliardenschweren Kampagnen und viel Einfluss auf die amerikanische Lebensmittelbehörde Food and Drug Administration eine solche Kennzeichnungspflicht in den USA.

Internationale Konzerne wie Monsanto und Syngenta wollen nun auch das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) nutzen, um in Europa amerikanische Verhältnisse einzuführen, sprich: die Kennzeichnung abzuschaffen.

Dabei wollen sie auf einen sprachlichen Trick zurückgreifen. Indem sie die Kennzeichnung als “Handelshemmnis” (“trade barrier”) bezeichnen, gilt diese nun als Ballast, den ein Freihandelsabkommen abschaffen sollte.
Mehr dazu hier: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-abkommen-zwischen-eu-und-usa-wie-die-gentech-lobby-freihandelsgespraeche-ausnutzt-1.1811693


—-- c4harry

Milliardenschweren Kampagne gegen Transparenz

Ohne Transparenz kein Vertrauen beim Verbraucher. Die Gentechnik-Lobby verhindert seit Jahren mit milliardenschweren Kampagnen und viel Einfluss auf die amerikanische Lebensmittelbehörde Food and Drug Administration eine solche Kennzeichnungspflicht in den USA.

Internationale Konzerne wie Monsanto und Syngenta wollen nun auch das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) nutzen, um in Europa amerikanische Verhältnisse einzuführen, sprich: die Kennzeichnung abzuschaffen.

Dabei wollen sie auf einen sprachlichen Trick zurückgreifen. Indem sie die Kennzeichnung als “Handelshemmnis” (“trade barrier”) bezeichnen, gilt diese nun als Ballast, den ein Freihandelsabkommen abschaffen sollte.
Mehr dazu hier: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ttip-abkommen-zwischen-eu-und-usa-wie-die-gentech-lobby-freihandelsgespraeche-ausnutzt-1.1811693


—-- c4harry

2014-05-30

Glyphosat endlich verbieten

Das Bundesamt für Risikoforschung behauptet nach wie vor, dass Glyphosat – der Wirkstoff, der in Pflanzengiften wie Roundup enthalten ist - absolut unbedenklich ist. Trotzdem hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nun mit sofortiger Wirkung den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenvernichtungsmitteln begrenzt. Laut Aussage der Behörde soll so das Grundwasser vor Glyphosatrückständen "geschützt" werden. Auch bei der Sikkation, also dem Totspritzen des Getreides kurz vor der Ernte, dürfen die Spritzmittel in Zukunft nicht mehr zur Optimierung des Erntetermins, sondern „nur“ noch zum gleichmäßigen Abreifen eingesetzt werden.

Somit hat unsere Unterschriftenaktion einen ersten Teilerfolg erzielt. Ein vollständiges Verbot wäre allerdings die richtige Lösung gewesen. In El Salvador ist man weiter. Dort wurde Glyphosat jüngst komplett verboten. In Österreich ist die gefährliche Vorerntespritzung gänzlich verboten.

Auch im Klein- und Hausgartenbereich ist der Einsatz von Glyphosat streng reglementiert. Da Privatpersonen glyphosathaltige Spritzmitteloft oft sogar illegal auf versiegelten Flächen einsetzen, appellieren wir, solche Pflanzengifte generell nicht zu verwenden.
Quelle: http://www.umweltinstitut.org/


—-- c4harry, Quelle:

Glyphosat endlich verbieten

Das Bundesamt für Risikoforschung behauptet nach wie vor, dass Glyphosat – der Wirkstoff, der in Pflanzengiften wie Roundup enthalten ist - absolut unbedenklich ist. Trotzdem hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nun mit sofortiger Wirkung den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenvernichtungsmitteln begrenzt. Laut Aussage der Behörde soll so das Grundwasser vor Glyphosatrückständen "geschützt" werden. Auch bei der Sikkation, also dem Totspritzen des Getreides kurz vor der Ernte, dürfen die Spritzmittel in Zukunft nicht mehr zur Optimierung des Erntetermins, sondern „nur“ noch zum gleichmäßigen Abreifen eingesetzt werden.

Somit hat unsere Unterschriftenaktion einen ersten Teilerfolg erzielt. Ein vollständiges Verbot wäre allerdings die richtige Lösung gewesen. In El Salvador ist man weiter. Dort wurde Glyphosat jüngst komplett verboten. In Österreich ist die gefährliche Vorerntespritzung gänzlich verboten.

Auch im Klein- und Hausgartenbereich ist der Einsatz von Glyphosat streng reglementiert. Da Privatpersonen glyphosathaltige Spritzmitteloft oft sogar illegal auf versiegelten Flächen einsetzen, appellieren wir, solche Pflanzengifte generell nicht zu verwenden.
Quelle: http://www.umweltinstitut.org/


—-- c4harry, Quelle:

2014-04-03

Saatgut-Konzentration

Laut EU-Kommission ist der europäische Saatgutmarkt kleinstrukturiert und wird von „7000 klein- und mittelständischen Unternehmen“ versorgt. Die Sorge der Zivilgesellschaft, dass die geplante EU-Saatgutverordnung die Konzentration des Saatgutmarktes in den Händen weniger Konzerne fördern würde, sei unbegründet.

Das ist falsch. Eine neue Studie zeigt: Beim Gemüsesaatgut kontrollieren nur fünf Konzerne 95 Prozent des europäischen Marktes, und auch bei anderen Pflanzen schreitet die Konzentration ungebremst voran. Schon jetzt führt dies zu einer bedrohlichen Abnahme der Kulturpflanzenvielfalt und steigenden Preisen für Saatgut.

Die gute Nachricht ist, dass der Umweltausschuss des EU-Parlaments die Sorge der Zivilgesellschaft teilt und sich bereits für eine komplette Überarbeitung des Verordnungsvorschlags durch die Kommission ausgesprochen hat. Die Chancen stehen gut, dass auch der Agrarausschuss den Vorschlag ablehnen wird.



—-- c4harry

Saatgut-Konzentration

Laut EU-Kommission ist der europäische Saatgutmarkt kleinstrukturiert und wird von „7000 klein- und mittelständischen Unternehmen“ versorgt. Die Sorge der Zivilgesellschaft, dass die geplante EU-Saatgutverordnung die Konzentration des Saatgutmarktes in den Händen weniger Konzerne fördern würde, sei unbegründet.

Das ist falsch. Eine neue Studie zeigt: Beim Gemüsesaatgut kontrollieren nur fünf Konzerne 95 Prozent des europäischen Marktes, und auch bei anderen Pflanzen schreitet die Konzentration ungebremst voran. Schon jetzt führt dies zu einer bedrohlichen Abnahme der Kulturpflanzenvielfalt und steigenden Preisen für Saatgut.

Die gute Nachricht ist, dass der Umweltausschuss des EU-Parlaments die Sorge der Zivilgesellschaft teilt und sich bereits für eine komplette Überarbeitung des Verordnungsvorschlags durch die Kommission ausgesprochen hat. Die Chancen stehen gut, dass auch der Agrarausschuss den Vorschlag ablehnen wird.



—-- c4harry

2014-03-27

Salto rückwärts zu Gentechnik im Futter

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hatte im Februar mitgeteilt, dass große Mitgliedsunternehmen wie PHW (Wiesenhof) und Rothkötter nach vielen Jahren ohne Gentechnik-Futter auf transgenes Soja umschwenken. Begründung: es gebe nicht genügend nicht-modifiziertes Soja. Dem widersprechen nicht nur brasilianische Sojaproduzenten, die der wichtigste Lieferant für gentechfreies Soja sind.

Auch die grünen Agrarminister von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Christian Meyer und Johannes Remmel, glauben nicht daran.
Die Wirtschaft klage zwar über steigenden Kostendruck, so Meyer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Aus unserer Sicht ist aber weiterhin genügend gentechnikfreies Soja auf dem Markt.“

Die Deutsche Presseagentur dpa schrieb,dass Meyer und Remmel einen Brief an den ZDG-Präsidenten Leo Graf von Drechsel geschickt haben und eine Rückkehr zu gentechnikfreiem Futter in der Geflügelhaltung forderten.
Eine gentechnikfreie Landwirtschaft ist aus Sicht der Minister ein deutlicher Wettbewerbsvorteil für die europäischen Bauern. Um den zu erhalten, müsse die Kennzeichnung von Gentechnik-Lebensmitteln ausgeweitet werden, heißt es im dpa-Bericht.

Nicht nur wie bislang Produkte, die Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten, sondern auch Fleisch, Eier und Milch sollen Hinweise tragen, wenn die Tiere solche Pflanzen bekommen haben. „Die Verbraucher haben ein Recht darauf, frei zu entscheiden, ob sie Lebensmittel von Tieren konsumieren möchten, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln hergestellt wurden“, sagte Meyer.

Quelle: Infodienst Keine Gentechnik


—-- c4harry

Salto rückwärts zu Gentechnik im Futter

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hatte im Februar mitgeteilt, dass große Mitgliedsunternehmen wie PHW (Wiesenhof) und Rothkötter nach vielen Jahren ohne Gentechnik-Futter auf transgenes Soja umschwenken. Begründung: es gebe nicht genügend nicht-modifiziertes Soja. Dem widersprechen nicht nur brasilianische Sojaproduzenten, die der wichtigste Lieferant für gentechfreies Soja sind.

Auch die grünen Agrarminister von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Christian Meyer und Johannes Remmel, glauben nicht daran.
Die Wirtschaft klage zwar über steigenden Kostendruck, so Meyer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Aus unserer Sicht ist aber weiterhin genügend gentechnikfreies Soja auf dem Markt.“

Die Deutsche Presseagentur dpa schrieb,dass Meyer und Remmel einen Brief an den ZDG-Präsidenten Leo Graf von Drechsel geschickt haben und eine Rückkehr zu gentechnikfreiem Futter in der Geflügelhaltung forderten.
Eine gentechnikfreie Landwirtschaft ist aus Sicht der Minister ein deutlicher Wettbewerbsvorteil für die europäischen Bauern. Um den zu erhalten, müsse die Kennzeichnung von Gentechnik-Lebensmitteln ausgeweitet werden, heißt es im dpa-Bericht.

Nicht nur wie bislang Produkte, die Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten, sondern auch Fleisch, Eier und Milch sollen Hinweise tragen, wenn die Tiere solche Pflanzen bekommen haben. „Die Verbraucher haben ein Recht darauf, frei zu entscheiden, ob sie Lebensmittel von Tieren konsumieren möchten, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln hergestellt wurden“, sagte Meyer.

Quelle: Infodienst Keine Gentechnik


—-- c4harry

2014-03-12

Guter Tag für Saatgut-Vielfalt

Am 12. März hat das EU-Parlament die Vereinheitlichung des #Saatgutmarkts mit überwältigender Mehrheit verworfen. Der Kommissions-Entwurf der Saatgut-Verordnung las sich, als hätten Monsanto, Syngenta & Co die Feder geführt. Nun dürfte den Konzernen das Jubeln vergangen sein. Die Abgeordneten haben den Vorschlag der Kommission auf ganzer Linie abgelehnt – ein wichtiger Erfolg für die Vielfalt auf unseren Tellern und Feldern.

Die Abstimmung beweist: Gemeinsamer Protest wirkt. Auch auf europäischer Ebene können wir transnationalen Konzernen Einhalt gebieten. Mehr als 250.000 Bürger/innen haben sich hinter den Online-Appell von Campact und andren gestellt, den wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Save Our Seeds gestartet haben. Um unsere Kräfte zu bündeln, schlossen wir uns auch mit Organisationen aus Österreich zusammen. Allein in diesen beiden Ländern forderten mehr als eine halbe Million Menschen „Freiheit für die Vielfalt“.

Nun hat die Mehrheit der EU-Abgeordneten die Bedenken der Bürger/innen ernst genommen. Mit der Entscheidung des EU-Parlaments beenden wir unsere Kampagne – werden der Kommission aber weiter auf die Finger schauen. Frühestens im Herbst wird das Thema dort wieder auf die Tagesordnung kommen.

Gemeinsam haben wir gezeigt: Wir überlassen unsere Ernährung nicht den Konzernen. Nur wenn lokale und traditionelle, aber auch neue samenfeste Sorten einfach genutzt, verbreitet und verkauft werden können, bleibt die regionale Vielfalt unserer Lebensmittel erhalten. Als die Pläne von EU-Kommissar Tonio Borg im vergangenen Sommer bekannt wurden, haben wir innerhalb von Tagen reagiert. Blitzschnell aktiv zu werden, wenn es darauf ankommt, ist eine Spezialität von Campact und seinen Unterstützer/innen. Andererseits setzen wir dem Lobby-Druck der Konzerne über Monate hinweg die Stimmen der Bürger/innen entgegen.

Das wollen wir auch in den kommenden Monaten tun: Denn mit dem geplanten TTIP-Freihandelsabkommen von EU und USA droht der nächste Angriff auf die Vielfalt auf unseren Äckern. Bislang haben die Konzerne der Kommission ihre Wünsche diktiert. Unser Widerstand kam ihnen dabei in die Quere – und hat bereits einen ersten Erfolg erzielt: Die EU-Kommission hat die Verhandlungen zu einem Teil des Abkommens zeitweilig ausgesetzt. Wenn wir uns jetzt nachhaltig engagieren, können wir TTIP gemeinsam stoppen.

Flexibel handeln, Bündnisse schmieden, dran bleiben – das schaffen wir nur mit vielen Förderer/innen im Rücken. Mit ihren regelmäßigen Beiträgen sichern sie unsere Unabhängigkeit und erweitern die Handlungsmöglichkeiten von Campact. Bitte unterstützen auch Sie unsere Arbeit mit einem monatlichen Förderbeitrag! Bereits mit 5 Euro im Monat helfen Sie enorm.

Werden Sie jetzt Campact-Förderer/in...

Als Campact-Förderer/in werden Sie zur jährlichen Ideenwerkstatt eingeladen und erhalten mehrmals im Jahr spezielle Förder-Informationen per E-Mail. Am Jahresanfang erhalten Sie eine steuerlich absetzbare Spendenquittung über Ihre Beiträge. Ihre Unterstützung können Sie jederzeit formlos beenden.


—-- c4harry

Guter Tag für Saatgut-Vielfalt

Am 12. März hat das EU-Parlament die Vereinheitlichung des #Saatgutmarkts mit überwältigender Mehrheit verworfen. Der Kommissions-Entwurf der Saatgut-Verordnung las sich, als hätten Monsanto, Syngenta & Co die Feder geführt. Nun dürfte den Konzernen das Jubeln vergangen sein. Die Abgeordneten haben den Vorschlag der Kommission auf ganzer Linie abgelehnt – ein wichtiger Erfolg für die Vielfalt auf unseren Tellern und Feldern.

Die Abstimmung beweist: Gemeinsamer Protest wirkt. Auch auf europäischer Ebene können wir transnationalen Konzernen Einhalt gebieten. Mehr als 250.000 Bürger/innen haben sich hinter den Online-Appell von Campact und andren gestellt, den wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Save Our Seeds gestartet haben. Um unsere Kräfte zu bündeln, schlossen wir uns auch mit Organisationen aus Österreich zusammen. Allein in diesen beiden Ländern forderten mehr als eine halbe Million Menschen „Freiheit für die Vielfalt“.

Nun hat die Mehrheit der EU-Abgeordneten die Bedenken der Bürger/innen ernst genommen. Mit der Entscheidung des EU-Parlaments beenden wir unsere Kampagne – werden der Kommission aber weiter auf die Finger schauen. Frühestens im Herbst wird das Thema dort wieder auf die Tagesordnung kommen.

Gemeinsam haben wir gezeigt: Wir überlassen unsere Ernährung nicht den Konzernen. Nur wenn lokale und traditionelle, aber auch neue samenfeste Sorten einfach genutzt, verbreitet und verkauft werden können, bleibt die regionale Vielfalt unserer Lebensmittel erhalten. Als die Pläne von EU-Kommissar Tonio Borg im vergangenen Sommer bekannt wurden, haben wir innerhalb von Tagen reagiert. Blitzschnell aktiv zu werden, wenn es darauf ankommt, ist eine Spezialität von Campact und seinen Unterstützer/innen. Andererseits setzen wir dem Lobby-Druck der Konzerne über Monate hinweg die Stimmen der Bürger/innen entgegen.

Das wollen wir auch in den kommenden Monaten tun: Denn mit dem geplanten TTIP-Freihandelsabkommen von EU und USA droht der nächste Angriff auf die Vielfalt auf unseren Äckern. Bislang haben die Konzerne der Kommission ihre Wünsche diktiert. Unser Widerstand kam ihnen dabei in die Quere – und hat bereits einen ersten Erfolg erzielt: Die EU-Kommission hat die Verhandlungen zu einem Teil des Abkommens zeitweilig ausgesetzt. Wenn wir uns jetzt nachhaltig engagieren, können wir TTIP gemeinsam stoppen.

Flexibel handeln, Bündnisse schmieden, dran bleiben – das schaffen wir nur mit vielen Förderer/innen im Rücken. Mit ihren regelmäßigen Beiträgen sichern sie unsere Unabhängigkeit und erweitern die Handlungsmöglichkeiten von Campact. Bitte unterstützen auch Sie unsere Arbeit mit einem monatlichen Förderbeitrag! Bereits mit 5 Euro im Monat helfen Sie enorm.

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—-- c4harry

2014-03-09

TTIP stoppen

Die geplanten Handels- und Investitionsabkommen mit den USA und Kanada – TTIP und CETA – sind ein Anschlag auf demokratische Rechte und Schutzvorschriften beiderseits des Atlantiks. Aber noch ist es nicht so weit! Selbst Befürworter/innen geben zu: TTIP steht auf der Kippe.

Das wollen wir nutzen. Im Frühjahr steht die Europawahl an und kein/e Politiker/in will sich dem Unmut der Bürger/innen aussetzen. Daher möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Folgen der Abkommen für die Menschen zum Top-Thema im Wahlkampf machen.

Bewegte Bilder erreichen unsere Köpfe und Herzen am wirksamsten. Wir würden uns freuen, wenn es in diesem Jahr Ihre Bilder sind, die bei der EU-Wahl den Unterschied machen.

Machen Sie mit beim Video-Wettbewerb – oder motivieren Sie filmende Bekannte zur Teilnahme:

Hier finden Sie alle Informationen rund um den Wettbewerb




—-- c4harry

2014-02-03

Große Koalition setzt auf "Jein" zur Gentechnik

Große Koalition setzt das schwarz-gelbe "Jein" zur Gentechnik fort und lässt so zu, dass die genmanipulierte Maissorte 1507 der Firma Pioneer auf die europäischen Äcker kommt.

Am 11. Februar soll der europäische Ministerrat über die Zulassung der neuen Maissorte sprechen. Der Mais ist gentechnisch so verändert, dass er ein Insektengift produziert und gegen das Totalherbizid Glufosinat resistent ist. Die EU-Kommission und die keineswegs unabhängige Aufsichtsbehörde EFSA wollen den Mais zulassen, obwohl Glufosinat in der EU ab 2017 nicht mehr genutzt werden darf, weil es fruchtbarkeitsschädigend und krebserregend ist.

Ein klares "Nein" der deutschen Bundesregierung im Ministerrat würde die Zulassung der Maissorte verhindern. Laut Umweltministerin Hendricks wird sich Deutschland in Brüssel "kraftvoll enthalten". Da ohne Deutschland aber keine Mehrheit im Rat zusammenkommt, fällt die Zuständigkeit so an die Kommission, die immer "Ja" zur Gentechnik sagt.

Die Entscheidung der Koalition, im Ministerrat nicht mit "Nein" zu stimmen, kommt daher einem "Ja" zur Gentechnik gleich. Damit tritt die Bundesregierung in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen, die die Zulassung zahlreicher Genpflanzen in der EU zu verantworten haben.

2014-02-01

Wir haben es satt!

Am vergangenen Samstag demonstrierten bei bestem Wetter 30.000 Menschen gegen die "Segnungen" der modernen Agrarindustrie: Megaställe, Monokulturen, Gentechnik und vieles mehr. Die Demonstranten forderten eine radikale Wende in der Agrarpolitik, weg von der industriellen Nahrungsmittelerzeugung, hin zu kleinbäuerlichen und ökologischen Strukturen. In diesem Wechsel liegt der Schlüssel zu einer nachhaltigen, gesunden und vor allem gerechten Welternährung.

Mehr als 100 Organisationen unterstützten die Demo, darunter auch das Umweltinstitut München. Wir bedanken uns herzlich bei allen TeilnehmerInnen!

—-- c4harry

Wir haben es satt!

Am vergangenen Samstag demonstrierten bei bestem Wetter 30.000 Menschen gegen die "Segnungen" der modernen Agrarindustrie: Megaställe, Monokulturen, Gentechnik und vieles mehr. Die Demonstranten forderten eine radikale Wende in der Agrarpolitik, weg von der industriellen Nahrungsmittelerzeugung, hin zu kleinbäuerlichen und ökologischen Strukturen. In diesem Wechsel liegt der Schlüssel zu einer nachhaltigen, gesunden und vor allem gerechten Welternährung.

Mehr als 100 Organisationen unterstützten die Demo, darunter auch das Umweltinstitut München. Wir bedanken uns herzlich bei allen TeilnehmerInnen!

—-- c4harry

Transatlantischer Freihandel

EU-Handelskommissar De Gucht will zu den Verhandlungen um den Investorenschutz im Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP die Zivilgesellschaft konsultieren und den Missbrauch durch Konzerne verhindern.

Tageszeitungen titelten bereits "Brüssel stoppt Konzerne", doch damit ist eindeutig zu viel versprochen. So geht es nicht etwa um ein Einlenken der Kommission, denn derartige Konsultationsverfahren auf EU-Ebene haben keine vorgegebene Struktur und vor allem keine bindende Wirkung. Und der Investorenschutz in internationalen Freihandelsabkommen ist nicht etwa deshalb problematisch, weil er missbraucht wird, sondern weil es im Grundsatz falsch ist, wenn Konzerne außerhalb der staatlichen Gerichte gegen Gesetze klagen können, die gewählte Parlamente verabschiedet haben.

Die Verhandlungspause zeigt aber, wie sehr die Kommission unter Druck steht, weil viele BürgerInnen in der EU ein Freihandelsabkommen nicht wollen, das den Interessen von Konzernen Vorfahrt vor Umwelt, Verbraucherschutz, Kultur und Demokratie gibt.



Wir lassen uns nicht beschwichtigen, sondern machen weiter Druck. Wir haben eine Chance, das TTIP vollständig zu verhindern. Hier können auch Sie sich an unserer Aktion gegen das transatlantische Freihandelsabkommen beteiligen:
http://umweltinstitut.org/freihandelsabkommen/allgemeines/freihandelsabkommen-verhindern-1144.html


—-- c4harry