Posts mit dem Label Bio werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bio werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2018-06-25

Bio-Lebensmittel machen glücklich und gesund

 Montag, 25. 18:30 bis 20 Uhr, Bioland-Hof Eisenach, Baunatal-Guntershausen

Vortrag: Ernährungsberater. Dipl.oec.troph Rainer Bummelte:
Bio? Logisch! Warum uns BioLEBENsmittel glücklicher und gesünder machen.

Veranstaltung auf dem Bioland-Hof Eisenach in Guntershausen

2017-08-30

Süßer Sommer: Obstkuchen und -torten mit heimischen Biofrüchten

Der Sommer bietet eine reiche Auswahl an frischem Bioobst aus deutscher Ernte: Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Aprikosen, Mirabellen, Zwetschgen, erntefrische Äpfel und Birnen - da ist für alle etwas dabei. Das lässt auch die BIOSpitzenköche nicht kalt und inspiriert sie zu verführerischen Rezepten für köstliche Obstkuchen und -torten. 

» Weiterlesen
https://www.oekolandbau.de/verbraucher/biospitzenkoeche/aktuelles/tipps-der-biospitzenkoeche/suesser-sommer-obstkuchen-und-torten/

2017-08-28

Biospeiseeis – junge Marken produzieren Sorten von traditionell bis ausgefallen

Der Markt für Bioeis ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Dabei sind es vor allem junge Marken, die mit handwerklicher Sorgfalt und hochwertigen Rohstoffen Eisspezialitäten zaubern, mit denen sie selbst anspruchsvolle Kundinnen und Kunden überzeugen. 
Wie schaffen sie das? Und welche Chancen bietet Bioeis dem Fachhandel?
 Weiter lesen:

2017-04-23

BÖLW-Statement zum Earth Day 2017: Gemeinsam Boden schützen

Berlin, 21.04.2017. Der Tag der Erde (Earth Day), der jedes Jahr am 22. April in mehr als 150 Ländern zelebriert wird, soll die Menschen dazu anregen, sich über die Folgen ihres Konsumverhaltens Gedanken zu machen und nachhaltig und verantwortungsbewusst zu handeln. Anlässlich des Earth Day 2017 setzen sich Bürger und Organisationen in ganz Europa in der Kampagne „People4Soil“ für Bodenschutz ein und fordern von EU-Kommissionpräsident Juncker, sich entschlossen für unsere Böden einzusetzen. 

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, kommentiert:

 

„Unser Boden, der als hauchdünne Haut die Landmasse unseres Planeten bedeckt, ist die Voraussetzung für unser Leben. Nur, wo er mit vielfältigem Leben erfüllt und mit Humus angereichert ist, kann gesunder Boden gesunde Nahrung hervorbringen. 

 

Der Ökologische Landbau wurde vor fast 100 Jahren begründet, um die Fruchtbarkeit der landwirtschaftlichen Böden zu erhalten. Bio-Bauern schützen Böden besonders gut mit vielfältigen Fruchtfolgen. Im Ökolandbau werden keine chemisch-synthetischen Substanzen in Spritz- und Düngemitteln eingesetzt, die das Bodenleben negativ beeinträchtigen.

 

Der Ökolandbau ist auch prädestiniert, durch Humusaufbau Kohlenstoff im Boden zu speichern. So wird der Atmosphäre CO2 entzogen. Angesichts der katastrophalen Folgen der Klimakrise für die globale Nahrungsmittelproduktion ist das überlebenswichtig! Würden wir auf der gesamten Landwirtschaftsfläche der Erde den Kohlenstoffgehalt jährlich um gerade einmal vier Promille erhöhen, könnten wir den jährlichen weltweiten Ausstoß von schädlichen Klimagasen kompensieren. Weil mehr Humus auch noch mehr Wasserhaltefähigkeit, mehr Widerstandsfähigkeit gegen Klimaschwankungen und mehr Fruchtbarkeit bedeutet, wäre es unfasslich töricht, diese Chance nicht zu nutzen.“

 

Hintergrund

„People 4 Soil“ ist ein freies und offenes Netzwerk von über 500 europäischen NGOs, Forschungsinstituten, Bauernverbänden und Umweltschutzgruppen. P4S will die europäischen Institutionen zum Handeln bewegen, damit spezifische Gesetze für den Bodenschutz eingeführt werden. Bodenschutz macht an keiner Staatsgrenze halt und solle deshalb für alle EU-Mitgliedsstaaten einheitlich geregelt werden. P4S fordert, dass Europa den Boden zum Gemeingut für unser Leben erklärt und somit die nachhaltige Bewirtschaftung als eine primäre Verpflichtung ansieht.

Derzeit besteht in der EU kein gesetzliches Regelwerk für eine verbindliche und einheitliche Bodenschutzstrategie. Der Gesetzesvorschlag einer Bodenrahmenrichtlinie ist im Jahr 2014 zurückgezogen worden, aufgrund einer sogenannten Sperrminorität verschiedener EU-Mitgliedsstaaten – darunter auch Deutschland. Bestehende EU-Regelungen in anderen Bereichen des Bodenschutzes reichen nicht aus, um ein angemessenes Schutzniveau für alle Böden in Europa zu gewährleisten. Der BÖLW unterstützt „People4Soil“ und seine Forderungen.

Über das direktdemokratische Verfahren der Europäische Bürgerinitiative (EBI) haben alle Bürger der EU das Recht, sich aktiv am Gesetzgebungsverfahren zu beteiligen. Indem sie die „People 4 Soil“ Kampagne unterstützen, setzen sie sich für die Einführung spezifischer Rechtsvorschriften zum Schutz der Böden in Europa ein.

 

Zu „People4Soil“ und der Petition zur Rettung der Bödenhttps://www.people4soil.eu/de   

 

Zum offenen Brief an EU-Kommissionspräsident Junckerhttps://drive.google.com/file/d/0BxJyQK-nnclCdWVRT3ExRkNlZXM/view  

 


2017-02-20

Jetzt für Förderpreis bewerben

Mit dem Förderpreis „Mehr Bio für morgen“ unterstützen die BioMessen Akteure, die sich aktiv für mehr Bio und ökologischen Landbau engagieren. Nun naht der Bewerbungsschluss: Noch bis zum 20. Februar können sich Unternehmen, Initiativen, Vereine, Institutionen, Einzelpersonen oder Projekte bewerben.

Verliehen wird der Preis auf einer der vier BioMessen, und zwar an ein bis zwei Preisträger. Eine Jury aus Bio-Experten wählt die Gewinner aus. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisträger erhalten das Geld in Form von Sachleistungen wie Messeauftritten, Werbeunterstützung oder Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die BioMessen entscheiden nach dem von der Jury ermittelten Bedarf, in welcher Form das Preisgeld jeweils zur Verfügung gestellt wird.
BioMessen-Veranstalter Matthias Deppe: „Wir wollen ausgewählte Akteure nicht nur einfach auszeichnen, sondern sie dabei unterstützen sich weiterzuentwickeln, sich zu vernetzen und optimal zu positionieren.“

Um die Auszeichnung können sich sowohl bereits umgesetzte als auch geplante Unternehmungen/Projekte bewerben. Die Aktivitäten sollten einen unmittelbaren Bezug zur deutschen oder europäischen Bio-Branche haben. Die Bewerbungsunterlagen stehen online unter www.biomessen.info zur Verfügung.

2017-02-15

Fairness im Biohandel

Das schrieb am 10.02.2017 Horst Fiedler im newsletter  bio-markt.info der bio verlag gmbh aus Aschaffenburg: 

Das Hochwasser in Sizilien traf auch Bio-Blutorangenbäume. Harter Winter in Südeuropa, Ernteausfälle, Bauern in Not. Die SuperBioMarkt AG schreibt ihren Kunden, warum sie ihre Lieferanten nicht im Stich lässt.

In einem Newsletter an seine Kunden beschreibt der Filialist die prekäre Situation der Landwirte im Mittelmeerraum: „Seit Wochen ist es nicht nur in Italien, sondern zeitgleich auch in Spanien und Süd-Frankreich zu kalt. Kalter Regen, Schnee und Hochwasser beschädigen die Früchte und erschweren die Ernte und den Transport.“ 

Das alles führe zu einem deutlich geringeren Angebot an Paprika, Tomaten, Zucchini. Auch Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen und Blutorangen sowie Salate seien betroffen. 

„Der SuperBioMarkt hat frühzeitig Verträge über bestimmte Mengen und gute Preise abgeschlossen. Theoretisch könnten wir Ihnen daher jetzt sehr gute Preise anbieten. Allerdings würden diese Preise in Kombination mit den geringen Erntemengen und den Schäden durch das Wetter unsere Partnerbetriebe in Südeuropa in den Ruin treiben. Daher sind wir von diesen Verträgen freiwillig zurückgetreten und zahlen den Landwirten angemessene Preise. So können wir auch in den nächsten Jahren gute Bio-Ware von diesen Betrieben beziehen.

Wir glauben, dass diese Art zu handeln langfristig nachhaltig ist und bitten Sie, unsere Kunden, um Verständnis, wenn es in den nächsten Wochen zu einem knappen Angebot und höheren Preisen in diesen Warengruppen kommt.“
So geht Fairer Handel. 

2017-02-04

Ökologische Hühnerzucht

Landwirtschaftsminister Schmidt überreichte am 27. Januar den Zuwendungsbescheid für das Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung der ökologischen Hühnerzucht an die Mitglieder des Forschungsverbundes. Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin nahmen Peter Boysen, Präsidiumsmitglied von Bioland, Alexander Gerber von Demeter für die ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) und Prof. Bernhard Hörning von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde den Bescheid entgegen. "In dem Projekt möchte Bioland im Forschungsverbund eine eigenständige ökologische Hühnerzucht in Deutschland entwickeln. Damit machen wir uns unabhängiger von großen Geflügelkonzernen", beschreibt Projektleiterin Dr. Stephanie Fischinger von Bioland wichtige Ziele.

Die Bio-Hühnerhaltung gewinnt in Deutschland immer stärker an Bedeutung. Mit der wachsenden Nachfrage nach ökologisch erzeugten Eiern und Geflügelfleisch steigt auch die Anzahl der ökologischen Geflügel-Betriebe. Da die Hühnerzucht aber vor allem in den Händen von Firmen liegt, die vorwiegend für die konventionelle Geflügelhaltung züchten, braucht der Ökolandbau eine eigene unabhängige Züchtung, die zu den spezifischen Anforderungen auf den Betrieben passt. "Über das Öko-Huhn Projekt wird es uns ermöglicht, eigene Strukturen zur Züchtung von Geflügel auf ökologischer Basis aufzubauen.", beschreibt Inga Günther, Geschäftsführerin der ÖTZ die Grundlage des Projektes. Zuchtziele sind zum Beispiel die Aufzucht mit heimischem Futter wie Leguminosen und die Eignung der Tiere für die Auslaufhaltung. Das Projekt soll dazu beitragen, zukunftsweisende Lösungen für die Umsetzung von 100 Prozent ökologischer Fütterung und der Aufzucht von männlichen Küken zu entwickeln. "Mit dem Projekt sollen auch relevante Daten zur Entwicklung eines ökologischen Zweinutzungshuhns erarbeitet werden", so Günther.

Mit der Züchtung erhält der ökologische Landbau leistungsorientiere Gebrauchskreuzungen. Ein Nebeneffekt der Züchtung ist der genetische Erhalt alter robuster Rassen, da diese mit eingekreuzt werden. "Da diese Rassehühner geringere Leistungen als Hybridhühner haben, könnten sie eine Alternative für kleinere Betriebe sein. In der Direktvermarktung kann dem Kunden der höhere Preis durch den vorhandenen Mehrwert des Geflügels gut erklärt werden", erläuterte Prof. Hörning von der Hochschule Eberswalde.

Gefördert wird das über drei Jahre laufende Forschungsprojekt vom Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Quelle: Pressemitteilung Bioland

2016-12-19

Avocados in der Kritik: Ist Bio besser?

Die konventionelle Erzeugung von Avocados ist in die Kritik geraten: Monokulturen, hoher Bewässerungsbedarf, lange Transportwege. Da stellt sich die Frage: Sind Bio-Avocados da soviel besser? bio-markt.info hat nach Antworten gesucht.

 

http://bio-markt.info/berichte/avocados-in-der-kritik-ist-bio-besser.html

2016-11-27

Agrarhaushalt 2017: Kleine Verbesserung, keine Trendwende

Der Agrarhaushalt für das kommende Jahr beträgt fast sechs Milliarden Euro. Davon werden 20 Millionen Euro in das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) investiert. Das sind drei Millionen Euro mehr als in 2016. 

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zeigt sich zwar erfreut, dass "die Abgeordneten von SPD und Union den Agrarhaushalt auf den letzten Metern noch etwas verbessern konnten". Doch gemessen daran, dass "das Bundesprogramm Ökolandbau das wesentliche Instrument für die Öko-Forschung darstellt, könne die Haushaltserhöhung im BÖLN nur ein Anfang sein", so der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein. "Im kommenden Februar will Bundesminister Christian Schmidt die „Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau“ vorstellen, mit der 20 Prozent Bio-Fläche erreicht werden sollen. Wer eine Trendwende erreichen will, muss dies auch durch eine entschieden andere Haushaltspolitik tun."

Trotz Agrarkrise und wachsenden Anforderungen an Klima-, Boden-, Gewässer- und Tierschutz werde mit dem Löwenanteil des Agrarhaushaltes weiterhin das aktuelle Landwirtschaftssystem zementiert, anstatt es nachhaltig umzubauen, moniert der BÖLW-Vorsitzende. "Jeder Euro Investition in wirklich nachhaltige Wirtschaftssysteme zahlt sich aus und sorgt für mehr Wertschöpfung und mehr Verbrauchervertrauen.“

Positiv bewertet der deutsche Bio-Spitzenverband hingegen, dass die Arbeit am Klimaschutz ausgebaut und unter anderem auch Geld in Ernährungsbildung investiert werde.

Hintergrund
Der Bio-Flächen-Anteil liegt aktuell bei etwa 7 Prozent. Laut BÖLW werden weniger als 1,5 Prozent der Agrarforschungsmittel in diesen Bereich investiert, obwohl Wissenschaftler einen beträchtlichen zusätzlichen Forschungsbedarf sehen, um unter anderem zu einer tier- und umweltgerechten Landwirtschaft zu kommen. Der BÖLW fordert deshalb eine Erhöhung des Ansatzes für das BÖLN von derzeit 17 auf 60 Millionen Euro.

2016-11-25

Da fehlt das richtige Futter

Deutscher Handel will mehr GVO-freie Milch. Das meldete am 26. Juli die Redaktion bio-markt.
Der deutsche Discounter Lidl habe mit der bundesweiten Einführung der gentechnikfreien Frischmilch seiner Handelsmarke Milbona Zeichen gesetzt. Es werde erwartet, dass bald weitere Händler gentechnikfreie Milch anbieten.

Inzwischen ist es soweit. Der Handel will im großen Stil gentechnikfreie Milch anbieten. Die Nachfrage ist da, aber den deutschen Bauern fehlt das gentechnikfreie Futter, weil sie seit Jahren auf Importe aus Übersee setzen. In Deutschland wird nicht mehr genung Eiwesifutter wie Ackerbohnen, Erbsen, Luzerne, angebaut. Dumm gelaufen.

Nicht betroffen ist die Biobranche. Ökologisch wirtschaftende Landwirte setzen prinzipiell kein Importsoja ein. Auf Bio-Äckern wachsen heimische Leguminosen.

Quelle: http://bio-markt.info/

Nicht abwarten, jetzt handeln.

2016-11-05

Einführungskurs Bio – Qualität, Verarbeitung und Zertifizierung

Seminar für Verarbeiter, 23. November 2016, 61267 Neu-Anspach/Taunus

Basiswissen rund um Biolebensmittel – kompakt und anschaulich an einem Tag vermittelt: Für die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von biozertifizierten Erzeugnissen gelten strenge Rechtsvorschriften. Alle Beteiligten der Bio-Wertschöpfungskette müssen deren Besonderheiten kennen, um die Qualitätsvorteile bewerben können. Sie erhalten auch einen praktischen Einblick bei dem erfolgreichen Biohersteller "Biback" Zwiebackfabrik Sommer GmbH & Co. KG (Sommer-Biscuits) und erleben an einem abwechslungsreichen und interaktiven Seminartag, was den Unterschied bei Biolebensmitteln vom Acker bis zur Geschmacksvielfalt auf dem Teller ausmacht.

Anmeldung bis 14 Tage vor der Veranstaltung

Veranstalter: 
FiBL Projekte GmbH
Kasseler Straße 1a 
60486 Frankfurt am Main
Ansprechpartner: Ann-Sofie Henryson, eMail: ann-sofie.henryson@fibl.org
Telefon: 069 / 7137699-47, Fax: 069 / 7137699-9

Programm und Details bei: http://www.fibl.org

2016-10-19

Bei neuem Bio-Recht muss Qualität stimmen

BÖLW zu den heutigen Trilog-Verhandlungen zur Revision der EU-Öko-Verordnung

Berlin, 18.10.2016. Nach schleppenden Verhandlungen in den vergangenen Monaten haben sich EU-Agrarrat und -Parlament darauf verständigt, die Revision der Öko-Verordnung bis zum Jahresende abschließen zu wollen. „Das Risiko lauert am Schluss. Wie es aussieht, werden Bio-Grenzwerte für Pestizidverunreinigungen Teil der finalen Verhandlungen sein“, sagt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des deutschen Bio-Spitzenverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) anlässlich der 11. Trilog-Runde, die heute in Brüssel unter slowakischer Ratspräsidentschaft stattfand. Löwenstein erläutert das Risiko: „Entgegen jeder Vernunft beharrt die EU-Kommission darauf, Bio-Produzenten für Pestizide von Nachbarfeldern und andere Umweltverunreinigungen verantwortlich machen. Diese weltfremden Vorschläge der EU-Kommission stellen das Verursacherprinzip auf den Kopf. Und weniger Pestizide werden die konventionellen Kollegen dadurch nicht einsetzen.“ In den Verhandlungen im Sommer hatten EU-Kommissionsvertreter ihre Vorschläge zu diesen Dezertifizierungsgrenzwerten, die nun im Verhandlungstext in Klammern stehen, noch einmal verschärft.

 

Die Arbeit auf technischer Ebene, bei denen Vertreter des EU-Parlaments, der -Kommission und des -Agrarrates Kompromisse aushandeln, ist weit fortgeschritten. Wichtig ist: Bei allen Punkten, die noch auf der Trilog-Agenda stehen, muss – trotz der Eile – sorgfältig an den Details gearbeitet werden, damit die Qualität des neuen Bio-Rechts stimmt. „Schnell ist nicht dasselbe wie gut. In den nächsten Wochen muss noch viel passieren, damit das neue Recht besser als das bestehende wird. Und nur diese Messlatte kann bei der Bewertung der Revision angelegt werden“, gibt BÖLW-Vorstand Jan Plagge zu bedenken. Ein schlecht gemachter Verordnungstext würde die Umsetzung viele Jahre erschweren, die Bundesländer, die Kontrollstellen und die Unternehmen belasten und zu juristischen Auseinandersetzungen führen, die vermieden werden könnten. „Effiziente Verwaltung braucht handwerklich gute Gesetze, Bio-Unternehmen brauchen praxistaugliche Regeln und Rechtssicherheit. Dafür müssen sich Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und das EU-Parlament weiter in Brüssel einsetzen“, so Plagge.

 

Für den BÖLW ist klar: „Wenn das neue Bio-Recht nicht besser wird als das bestehende, muss der Gesetzgebungsprozess gestoppt werden“, so Löwensteinabschließend und weist darauf hin, dass die EU-Kommission 2014 mit dem Revisionsmotto „Organic: More and Better“ angetreten war.

2016-08-13

Ganzjährige Ausbringung von Festmist und Kompost weiterhin ermöglichen

Gemeinsame Anliegen von DBV und BÖLW zur Novelle der Düngeverordnung
 
Berlin, 10.08.2016. Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sehen weitreichende Auswirkungen der Novelle der Düngeverordnung auf die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland zukommen. An einem Spitzengespräch der beiden Verbände auf dem Biohof Braun im oberbayrischen Freising nahmen DBV-Präsident Joachim Rukwied, der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, BÖLW-Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein und BÖLW-Vorstand Jan Plagge teil.
 
DBV und BÖLW setzen sich für eine zügige und praxistaugliche Neufassung des Düngerechts ein. Übereinstimmend betonten die Verbände den wichtigen Beitrag von Festmist und Kompost zur Kreislaufwirtschaft, zum Grünlanderhalt sowie zu Gewässerschutz und Bodenfruchtbarkeit. Mit Sperrfristen für die Ausbringung von Mist und Kompost im Herbst und Winter, wie sie im Entwurf der neuen Düngeverordnung vorgesehen sind, würden aber gerade die Betriebe gefährdet, die diese wasser- und bodenschützende Kreislaufwirtschaft praktizieren. DBV und BÖLW fordern mit Blick auf die neue Düngeverordnung deshalb, dass Festmist und Kompost zeitlich unbeschränkt ausgebracht werden dürfen und die Vorgaben für Lagerkapazitäten bei Festmist nicht ausgeweitet werden.
 
Um die Böden zu schonen, werden diese Dünger häufig im Winter auf dem gefrorenen Boden ausgebracht. Bei sachgerechter Anwendung ist keine negative Auswirkung auf das Grundwasser bekannt. Auch von Seiten der Wissenschaft werde kein Bedarf für solche einschränkenden Regelungen gesehen, erklärten beide Verbände. Generell dürften Betriebe mit geringen Nährstoffsalden, von denen keine negativen Umweltwirkungen ausgehen, nicht mit zusätzlichen An-forderungen belastet werden.

2016-06-20

Feldtag Ökologischer Ackerbau

Landessortenversuche zu Kartoffeln, Getreide, Ackerbohnen, Silomais und Feldrundgang auf der Domäne Frankenhausen

Wann: Dienstag, 21.06.2016, 10.00 – 15.30 Uhr
Wo: Hessische Staatsdomäne Frankenhausen, 34393 Grebenstein
Für: Praktiker und Berater, alle am Thema Interessierten  

www.uni-kassel.de/agrar/dfh

Teil 1: 10:00 Uhr Rundgang Landessortenversuche mit: Eberhard Kölsch, Uni Kassel; R. Schmidt, LLH; Dr. Thorsten Haase, LLH
• Besichtigung Kartoffel-Sortenversuch
• Besichtigung Getreide-Sortenversuche
• Besichtigung Ackerbohnen-Sortenversuch
• Besichtigung Silomais-Sortenversuch


12.30 Uhr 13:30 Uhr Mittagsimbiss im Garten

Teil 2: 13:30 Rundgang Praxisflächen mit: J. Keil, Frankenhausen; Dr. Thorsten Haase, LLH; Martin Trieschmann, Naturland Fachberatung
• Möhren, Kartoffeln, Silomais, Getreide (Vorstellung der Produktionsverfahren durch Betriebsleiter)

15:30 Uhr Ende der Veranstaltung
 
„Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft“
 
Kosten: Es fallen keine Teilnahmegebühren an; Mittagsimbiss (10,-€)

2016-06-05

Milch bringt Vielfalt in die Sommerküche

BIOSpitzenkoch Dr. Harald Hoppe nutzt die Vielfalt der Milchprodukte für seine leichte Sommerküche. Seine Rezepte für Brote, Salatdressings, Dips oder Smoothies verfeinert er mit Produkten aus ökologischer Erzeugung.

» Weiterlesen
https://www.oekolandbau.de/verbraucher/biospitzenkoeche/aktuelles/tipps-der-biospitzenkoeche/milch-bringt-vielfalt-in-die-sommerkueche/

Umstellen auf ökologischen Landbau

Die Umstellung auf ökologischen Landbau verändert einen Betrieb und seine Arbeitsabläufe grundlegend. Vor der Biozertifizierung gibt es vieles zu bedenken, zu planen und zu regeln. Hier finden umstellungsinteressierte Landwirtinnen und Landwirte einen Überblick über die wichtigsten Schritte auf diesem Weg. 


» Weiterlesen

https://www.oekolandbau.de/erzeuger/umstellung/umstellung-in-der-praxis/umstellen-auf-oekologischen-landbau/


2016-05-23

Rinderhaltung im ökologischen Landbau

Auf Biohöfen müssen Tiere möglichst artgerecht gehalten werden. Das bedeutet für die ökologische Rinderhaltung, dass die Tiere nicht angebunden werden und Kontakt zu Artgenossen haben. 

Außerdem dürfen sie, wenn das Wetter es zulässt, auf die Weide und haben stets Zugang zu einem Freigelände. 

» Weiterlesen: https://www.oekolandbau.de/kinder/wissen/biolandwirtschaft/biotierhaltung/oekologische-rinderhaltung/

2016-04-28

Bio zeigt, wie eine Landwirtschaft funktioniert, die die Menschen wollen

Berlin, 27.04.2016. Die Ergebnisse der Naturbewusstseinsstudie, die heute von Bundesumweltministerin Hendricks und BfN-Präsidentin Jessel in Berlin vorgestellt wurde, kommentiert Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):
 
„Bio zeigt, wie eine Landwirtschaft funktioniert, die die Menschen wollen. Artgerechte Tierhaltung, keine Gentechnik, keine chemisch-synthetischen Pestizide, strenge Kontrollen.
 
Das starke Wachstum des Bio-Marktes in den vergangen Jahren beweist, dass die Menschen zugreifen, wenn Bio im Verkaufsregal liegt. Damit setzten die Menschen ein wichtiges Signal für den notwendigen Umbau der Landwirtschaft und geben konventionellen Betrieben eine Chance zur Umstellung auf Ökolandbau. Die Politik ist gefordert, diese Impulse aufzugreifen und Bio eine starke Perspektive in Deutschland zu geben.“
 
Hintergrund Naturbewusstseinsstudie
Die Naturbewusstseinsstudie wurde zum 4. Mal durchgeführt. Leitthemen der repräsentativen Studie, in der 2054 Personen über 18 Jahre befragt wurden, sind in diesem Jahr die  Bereiche  „Agrarlandschaften“ und „Stadtnatur“. In den Ergebnissen wird deutlich, dass sich die breite Mehrheit der Befragten mehr Natur- und Tierschutz in der Landwirtschaft wünscht. 93 % der Menschen ist das Wohl der Nutztiere am wichtigsten, zwei Drittel bewerten den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide als stark schädlich, 76 % sehen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen kritisch. Die Befragung ergibt einen Rückhalt für strengere Regeln und Gesetze sowie Subventionen für eine naturverträglichere Landwirtschaft – die Menschen würden dafür auch höhere Preise in Kauf nehmen.



2016-04-20

43,7 Millionen Hektar Biofläche - jetzt umstellen!

Die weltweite Biofläche ist 2014 weiter um fast eine halbe Million Hektar auf 43,7 Millionen Hektar gewachsen. Mit der Ausnahme Lateinamerikas ist die Biofläche auf allen Kontinenten größer geworden. An der weltweiten Landwirtschaftsfläche hält die Biofläche einen Anteil von 0,89 Prozent, in der EU 5,7 Prozent und in Deutschland 6,3  Prozent. 
Quelle: www.Ökolandbau.de

"Bio ist kein Hexenwerk"
Umstellungsinteressierte Landwirtinnen und Landwirte können von den Erfahrungen der Demonstrationsbetriebe profitieren. Jährlich finden auf den über 240 Betrieben rund 3000 Veranstaltungen statt, etwa 450 davon für Fachpublikum.
Mehr auf: www.oekolandbau.de

2016-04-18

BÖLW-O-Töne zur Agrarministerkonferenz: Gentechnik / Milchkrise / Düngerecht / Klima

Berlin, 13.04.2016. Heute startet unter Vorsitz von Mecklenburg-Vorpommern die Agrarministerkonferenz von Ländern und Bund (AMK). Auf der Agenda stehen unter anderem die Milchkrise, die Beratung zur nationalen Umsetzung von Gentechnik-Anbauverboten (opt out), die Novelle der Düngeverordnung und die Klimaverhandlungen. Der Vorsitzende des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein, kommentiert:
 
Gentechnik-Anbauverbote
„Die AMK muss jetzt die Chance nutzen, ein Gesetz für Gentechnik-Anbauverbote ohne Hintertürchen auf den Weg zu bringen. Nur wasserdichte Gentechnik-Anbauverbote wirken, sichern die gentechnikfreie Landwirtschaft und lösen die Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein. Daran müssen sich insbesondere die Regierungsfraktionen messen lassen. 80 % der Menschen in Deutschland wollen keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller. Gentechnik im Essen ist teuer und riskant.“
 
Milchkrise und Agrarpolitik
„Die Milchkrise zeigt, dass Agrarpolitik versagt hat. Bio kann die Existenz von Bauernhöfen sichern, denn der Bio-Markt boomt. Das Umstellungsinteresse wächst. Aber in den Bundesländern werden die Mittel für neue Umstellungsbetriebe knapp. Wir fordern von Bund und Ländern genügend Mittel zur Verfügung zu stellen, damit weitere konventionelle Betriebe die auf Bio umstellen können. Das erfordert ein Konzept für die künftige Verwendung der EU-Agrargelder.“
 
Novelle der Düngeverordnung
„Wir brauchen wirksame Maßnahmen, die verhindern, dass Nährstoffe aus Düngemitteln Gewässer verschmutzen. Die Bewirtschaftungsmethoden des Ökolandbaus schützen das Grundwasser. Das neue Düngerecht muss Bio-Bauern stützen anstatt die Nutzung von Festmist und Kompost zu behindern.“
 
Klimaverhandlungen
„Die Klimakrise kann nur mit der Landwirtschaft gelöst werden. Landwirtschaft muss bei der Umsetzung des Pariser Klimavertrages mehr als eine Randnotiz werden. Bund und Länder muss sich in Deutschland und auf internationalem Parkett für eine regenerative Landwirtschaft starkmachen, die den Kohlenstoff im Boden speichert und wenig Emissionen verursacht. Der Ökolandbau zeigt dafür die Richtung auf.“