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2017-04-23

BÖLW-Statement zum Earth Day 2017: Gemeinsam Boden schützen

Berlin, 21.04.2017. Der Tag der Erde (Earth Day), der jedes Jahr am 22. April in mehr als 150 Ländern zelebriert wird, soll die Menschen dazu anregen, sich über die Folgen ihres Konsumverhaltens Gedanken zu machen und nachhaltig und verantwortungsbewusst zu handeln. Anlässlich des Earth Day 2017 setzen sich Bürger und Organisationen in ganz Europa in der Kampagne „People4Soil“ für Bodenschutz ein und fordern von EU-Kommissionpräsident Juncker, sich entschlossen für unsere Böden einzusetzen. 

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, kommentiert:

 

„Unser Boden, der als hauchdünne Haut die Landmasse unseres Planeten bedeckt, ist die Voraussetzung für unser Leben. Nur, wo er mit vielfältigem Leben erfüllt und mit Humus angereichert ist, kann gesunder Boden gesunde Nahrung hervorbringen. 

 

Der Ökologische Landbau wurde vor fast 100 Jahren begründet, um die Fruchtbarkeit der landwirtschaftlichen Böden zu erhalten. Bio-Bauern schützen Böden besonders gut mit vielfältigen Fruchtfolgen. Im Ökolandbau werden keine chemisch-synthetischen Substanzen in Spritz- und Düngemitteln eingesetzt, die das Bodenleben negativ beeinträchtigen.

 

Der Ökolandbau ist auch prädestiniert, durch Humusaufbau Kohlenstoff im Boden zu speichern. So wird der Atmosphäre CO2 entzogen. Angesichts der katastrophalen Folgen der Klimakrise für die globale Nahrungsmittelproduktion ist das überlebenswichtig! Würden wir auf der gesamten Landwirtschaftsfläche der Erde den Kohlenstoffgehalt jährlich um gerade einmal vier Promille erhöhen, könnten wir den jährlichen weltweiten Ausstoß von schädlichen Klimagasen kompensieren. Weil mehr Humus auch noch mehr Wasserhaltefähigkeit, mehr Widerstandsfähigkeit gegen Klimaschwankungen und mehr Fruchtbarkeit bedeutet, wäre es unfasslich töricht, diese Chance nicht zu nutzen.“

 

Hintergrund

„People 4 Soil“ ist ein freies und offenes Netzwerk von über 500 europäischen NGOs, Forschungsinstituten, Bauernverbänden und Umweltschutzgruppen. P4S will die europäischen Institutionen zum Handeln bewegen, damit spezifische Gesetze für den Bodenschutz eingeführt werden. Bodenschutz macht an keiner Staatsgrenze halt und solle deshalb für alle EU-Mitgliedsstaaten einheitlich geregelt werden. P4S fordert, dass Europa den Boden zum Gemeingut für unser Leben erklärt und somit die nachhaltige Bewirtschaftung als eine primäre Verpflichtung ansieht.

Derzeit besteht in der EU kein gesetzliches Regelwerk für eine verbindliche und einheitliche Bodenschutzstrategie. Der Gesetzesvorschlag einer Bodenrahmenrichtlinie ist im Jahr 2014 zurückgezogen worden, aufgrund einer sogenannten Sperrminorität verschiedener EU-Mitgliedsstaaten – darunter auch Deutschland. Bestehende EU-Regelungen in anderen Bereichen des Bodenschutzes reichen nicht aus, um ein angemessenes Schutzniveau für alle Böden in Europa zu gewährleisten. Der BÖLW unterstützt „People4Soil“ und seine Forderungen.

Über das direktdemokratische Verfahren der Europäische Bürgerinitiative (EBI) haben alle Bürger der EU das Recht, sich aktiv am Gesetzgebungsverfahren zu beteiligen. Indem sie die „People 4 Soil“ Kampagne unterstützen, setzen sie sich für die Einführung spezifischer Rechtsvorschriften zum Schutz der Böden in Europa ein.

 

Zu „People4Soil“ und der Petition zur Rettung der Bödenhttps://www.people4soil.eu/de   

 

Zum offenen Brief an EU-Kommissionspräsident Junckerhttps://drive.google.com/file/d/0BxJyQK-nnclCdWVRT3ExRkNlZXM/view  

 


2017-02-07

Ökolandbau ohne Pflug

Das LOP-Sonderheft „Ökologischer Landbau ohne Pflug“ hat die interessantesten Beiträge aus den letzten Jahrgängen der LOP zusammengestellt. Ein Heft nicht nur für Ökobetriebe, sondern für alle interessierten Profi-Pflanzenbauer, die auf Herbizide wie Glyphosat verzichten wollen.

Auf 116 Seiten werden zum Beispiel Praktiker vorgestellt, die erfolgreich pfluglos im ökologischen Landbau wirtschaften. Dabei werden verschiedene Ansatzpunkte verfolgt, wie der technische Einsatz von optoelektronisch gesteuerten Hackmaschinen oder Dammkulturen, um das Unkraut möglichst effektiv zu bekämpfen. Darüber hinaus werden alternative Techniken zum Pflugeinsatz und das in den USA weit verbreitete „Vertical Tillage“ vorgestellt. Andere Biolandwirte haben sich vom Prinzip des „sauberen Ackers“ verabschiedet und setzen auf Mischkulturen und Untersaaten. Die Beikräuter werden hier nicht mechanisch bekämpft, sondern durch die Saatpartner unterdrückt.

Der Themenkomplex der Körnerleguminosen und Zwischenfrüchte nimmt im neuen Heft ebenfalls einen wichtigen Stellenwert ein. Ausgewählte Fachleute beschreiben ihre mehrjährigen Erfahrungen mit Zwischenfruchtmischungen und stellen Anbaualternativen mit Körnerleguminosen vor. Des Weiteren werden Erkenntnisse, wie Humusforschung oder auch der Einfluss der Regenwürmer auf die Eigenschaften des Unterbodens, vorgestellt.

Weitere Informationen zum Sonderheft gibt es hier:
https://www.pfluglos.de/sonderheft/Sonderheft_Ökolandbau_ohne_Pflug

2016-12-21

Reduzierte Bodenbearbeitung bei Ackerbohnen möglich

Eine temporäre Direktsaat ist beim Anbau von Ackerbohnen im Ökolandbau unter bestimmten Voraussetzungen ohne wirtschaftliche Ertragseinbußen möglich. Bei Lupinen und Sojabohnen müssen Biolandwirtinnen und -landwirte dagegen mit erheblichen Ertragseinbußen rechnen.

Das sind die Ergebnisse einer dreijährigen Studie zur Optimierung des Anbaus von Körnerleguminosen im Ökolandbau, die von der Universität Bonn koordiniert wurde. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Die Wissenschaftler untersuchten an drei verschiedenen Standorten in Deutschland den Einfluss von Mulch- und Direktsaatverfahren sowie verschiedener Düngevarianten auf den Ertrag und die Stickstofffixierleistung von Körnerleguminosen. Hintergrund ist, dass eine pfluglose Bearbeitung nachweislich vorteilhaft für das Bodengefüge und die Arbeitswirtschaftlichkeit ist, im Ökolandbau aber oft zu erhöhtem Unkrautdruck und verringerter Stickstoffmineralisierung führt. 

Mit Ackerbohnen konnten in den Versuchen nach temporärer Mulchsaat jedoch überwiegend wirtschaftliche Erträge bis 6,6 Tonnen pro Hektar erzielt werden, obwohl der Unkrautdruck zum Teil deutlich höher war im Vergleich zur Kontrolle mit Pflugbearbeitung. 

Entscheidend für den Anbauerfolg bei reduzierter Bodenbearbeitung sind nach Ansicht der Forscher ein optimales Saatbett und ein geringes Vorkommen von Wurzelunkräutern wie Distel oder Ampfer. Als vorteilhaft erwies sich auch Hafer als Vorfrucht, der bei gleichmäßiger Verteilung der Erntereste einjährige Samenunkräuter ausreichend unterdrückte.

Bei den konkurrenzschwachen Leguminosenarten Lupine und Sojabohne gingen die Erträge bei pfluglosem Anbau dagegen in allen drei Versuchsjahren durch starken Unkrautbesatz deutlich zurück. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb Landwirtinnen und Landwirten, die Lupine oder Soja dennoch pfluglos anbauen wollen, den erhöhten Unkrautdruck durch eine intensive mechanische Kontrolle und möglichst konkurrenzstarke Sorten zu kompensieren.

Die Düngung mit verschiedenen Schwefeldüngern wirkte bei Schwefelgehalten im Boden von über 25 Kilogramm pro Hektar in mineralisierter Form weder bei Ackerbohnen noch bei Soja ertragssteigernd. Auch eine kombinierte Düngung mit Rohphosphat und elementarem Schwefel brachte keine Mehrerträge. 

Entgegen der Erwartung der Forscher stieg die Stickstofffixierleistung der untersuchten Leguminosenarten bei reduzierter Bodenbearbeitung nicht an. Die Forscher erklären dieses Ergebnis damit, dass als Folge von Verdichtung der Luftaustausch zwischen Boden und Atmosphäre durch die pfluglose Bearbeitung stark eingeschränkt wird. Das behindere die Aufnahme von Luftstickstoff durch die Knöllchenbakterien.
Quelle: Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft


2016-11-25

Da fehlt das richtige Futter

Deutscher Handel will mehr GVO-freie Milch. Das meldete am 26. Juli die Redaktion bio-markt.
Der deutsche Discounter Lidl habe mit der bundesweiten Einführung der gentechnikfreien Frischmilch seiner Handelsmarke Milbona Zeichen gesetzt. Es werde erwartet, dass bald weitere Händler gentechnikfreie Milch anbieten.

Inzwischen ist es soweit. Der Handel will im großen Stil gentechnikfreie Milch anbieten. Die Nachfrage ist da, aber den deutschen Bauern fehlt das gentechnikfreie Futter, weil sie seit Jahren auf Importe aus Übersee setzen. In Deutschland wird nicht mehr genung Eiwesifutter wie Ackerbohnen, Erbsen, Luzerne, angebaut. Dumm gelaufen.

Nicht betroffen ist die Biobranche. Ökologisch wirtschaftende Landwirte setzen prinzipiell kein Importsoja ein. Auf Bio-Äckern wachsen heimische Leguminosen.

Quelle: http://bio-markt.info/

Nicht abwarten, jetzt handeln.

2016-11-02

Gentechnik-Flickenteppich verhindern! BÖLW fordert Verbesserungen an Gesetzentwurf ein

Berlin, 02.11.2016. Heute berät das Bundeskabinett den Entwurf für das Gesetz zu Gentechnik-Anbauverboten vom 6. Oktober, den BÖLW, viele andere Verbände und zehn Bundesländer scharf kritisieren. Der Vorsitzende des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, kommentiert:

 

„Gentechnik im Essen ist teuer und riskant. Wir brauchen ein Gesetz, das ohne bürokratische Hürden bundesweite, wirksame Anbauverbote ermöglicht, denn drei Gentechnik-Pflanzen warten auf eine Anbauzulassung.

 

Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Aussagen im Koalitionsvertrag ernst nimmt, kann sie den Gesetzentwurf von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt nicht einfach durchwinken. Ohne deutliche Korrekturen führt dieser Gesetzentwurf direkt zu einem Gentechnik-Flickenteppich unterschiedlicher Länder-Regelungen. Bundesweite, rechtssichere Anbauverbote werden mit Schmidts Entwurf praktisch unmöglich gemacht.

 

Sollte das Kabinett keine Korrekturen vornehmen, ist der Bundestag ist gefordert. Die Abgeordneten müssen sicherstellen, dass der Anbau von Gentech-Pflanzen bundesweit und rechtsicher ausgeschlossen werden kann.

 

Über 80 % der Menschen in Deutschland wollen eine gentechnikfreie Landwirtschaft.“

 

 

BÖLW-Stellungnahme zum Opt out-Gesetzentwurf

2016-09-29

Ökolandbau investieren — Landwirtschaft krisenfester machen

BÖLW zu Vorstellung des Agrarhaushaltes 2017 im Bundestag

In Ökolandbau investieren heißt Landwirtschaft krisenfester machen
 
Berlin, 08.09.2016. Die Bio-Nachfrage hat sich in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt. Mehr Ökolandbau ist deshalb eine Chance für immer mehr deutschen Bauern, ihre berufliche Existenz zu sichern. Voraussetzung dafür ist, dass die Politik den Weg dafür frei macht. „In Ökolandbau investieren, heißt Landwirtschaft krisenfest machen“, sagt der Vorsitzende des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, anlässlich der heutigen Vorstellung des Agrarhaushaltes im Deutschen Bundestag. „Mit seinem Haushaltsentwurf zementiert Landwirtschaftsminister Christian Schmidt den Status quo anstatt in Richtung krisenfestere Zukunft zu steuern. Wir fragen uns, wie Schmidt seine Zukunftsstrategie Ökolandbau umsetzen will, ohne einen Cent mehr in Bio zu investieren zu wollen.“
 
Der entscheidende Topf, das Bundesprogramm Ökologischer Landbau*, wird trotz der Pläne des Landwirtschaftsministeriums, den ökologischen Landbau auf 20 Prozent auszuweiten in Schmidts Haushaltsentwurf nicht besser ausgestattet. Löwenstein: „Ohne entsprechende Haushaltsmittel wird insbesondere der derzeitige Stau im Bereich der Forschung nicht behoben. Viele innovative Projekte von Ackerbau über Pflanzenschutz und neue Tierhaltungskonzepte bis Züchtung können schon jetzt mangels Finanzmitteln nicht umgesetzt werden. Das ist ein schlechtes Signal, sowohl an die bereits ökologisch wirtschaftenden Betriebe als auch an potenzielle Umsteller.“ Trotz eines Bio-Flächen-Anteil von etwa 7 % werden in den Ökolandbau weniger als 1,5 % der Agrarforschungsmittel investiert. Der BÖLW fordert deshalb eine Erhöhung des Ansatzes für das Bundesprogramm von derzeit 17 auf 60 Mio. €**, um nach jahrelanger Vernachlässigung der Öko-Forschung den Rückstand aufzuholen.
 
„Jetzt ist das Parlament am Zug. Die Abgeordneten müssen mit einem ausreichend finanzierten Bundesprogramm das klare Signal geben, dass die Politik die immensen Potenziale im Ökolandbau nicht nur erkennt, sondern dass die Entscheidungsträger auch Rahmenbedingungen schaffen, damit immer mehr Landwirte diese Potenziale in ihren Betrieben realisieren können“, so der BÖLW-Vorsitzende. Wenn es beim bisherigen gebremsten Bio-Flächenwachstum bleibt, würde das 20 %-Ziel erst im Jahr 2062 erreicht und eine große Chance für die deutsche Landwirtschaft vergeben. Löwenstein: „Das Instrument Ökolandbau mit Blick auf die aktuelle Land-wirtschaftskrise, den Klimawandel und die große Nachfrage nach heimischen Bio-Produkten nicht zu nutzen, wäre unverantwortlich – sowohl im Sinne der Umwelt- und Klimapolitik als auch gegenüber den bäuerlichen Familienbetrieben in Deutschland.“
 
 
Die Vorstellung des Agrarhaushaltes im Deutschen Bundestag 
http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/tagesordnung-187/277264 
 
* Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)
** Der Haushaltsentwurf des BMEL für 2017 sieht insgesamt Ausgaben von 5,9 Mrd. € vor. 17 Mio. € im BÖLN bedeuten 0,3 % dieses Etats, 60 Mio. € entsprechen etwa 1 %.

2016-08-18

Ressourcen schützen mit Kreislaufwirtschaft

Seit dem 29. April sind die natürlichen Ressourcen für 2016 in Deutschland aufgebraucht. Weltweit waren die Biokapazitäten am 8. August erschöpft. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert den Erdüberlastungstag.

"Ab heute leben wir auf Kredit und auf Kosten unserer Kinder. Wir übernutzen zu viele Ressourcen wie Böden oder Wasser. Weltweit werden jedes Jahr mehr als 10 Millionen Hektar Landwirtschaftsfläche durch falsche landwirtschaftliche Bewirtschaftung zerstört. Das entspricht fast der gesamten deutschen Ackerfläche. Wenn alle Menschen so leben würden wie wir in Deutschland, bräuchten wir mehr als 3 Erden. Das müssen wir ändern.  

Landwirtschaft muss wieder stärker im Kreislauf funktionieren. Der Ökolandbau macht vor, wie das geht. Biobäuerinnen und -bauern bewirtschaften ihre Betriebe als ganzheitliche Systeme, in denen Ackerbau und Viehhaltung im Einklang stehen. Nach dem Vorbild der Natur versuchen Biobäuerinnen und -bauern so wenig wie möglich externe Betriebsmittel einzusetzen. Energieaufwendige Kunstdünger oder chemisch-synthetische Pestizide sind tabu. Durch weniger Tiere pro Fläche vermeiden Biobäuerinnen und -bauern umweltschädliche Emissionen und Überdüngung.   

Mit gesunden Humusböden wird auf Biohöfen jede Menge Kohlenstoff gebunden. Dieses Bio-CSS* auf Ökohöfen entlastet das Klima.   

Die Politik muss dringend umsteuern Richtung Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wirtschaftsformen wie den Ökolandbau konsequent voranbringen."   

*CCS = Carbon (Dioxide) Capture and Storage (dt. CO2-Abscheidung und -Speicherung)  

Hintergrundinfo

Der Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) gibt an, ab welchem Tag im Jahr die Biokapazität erschöpft ist. Während im Jahr 2000 der Erdüberlastungstag noch auf den 1. Oktober fiel, hat das "Global Footprint Network" errechnet, dass in 2016 schon am 8. August alle natürlichen Ressourcen wie Wälder, Flächen, Wasser oder Ackerland verbraucht sind. Der deutsche Erdüberlastungslag wurde bereits auf den 29. April datiert.

Quelle: Pressemitteilung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.

2016-08-09

Nachhaltig? Öko ist Leitbild

BÖLW zum Entwurf der neuen nationalen Nachhaltigkeitsstrategie
Öko ist Leitbild für nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft

Berlin, 09.08.2016. Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie bestimmt seit 2002 den Kurs für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Aktuell wird sie überarbeitet, zum Entwurf der Neufassung hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) eine Stellungnahme abgegeben. Dazu Elke Röder, Vorstand des BÖLW:

„Wir begrüßen eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie. Wichtig für Glaubwürdigkeit und Wirkung einer solchen Strategie ist jedoch ihre Ganzheitlichkeit. Ein entscheidender Aspekt ist die konsequente Abstimmung auch auf andere politische Prozesse, sei es zur Realisierung verbindlicher Ziele, zu denen sich die Bundesrepublik EU- oder völkerrechtlich bereits verpflichtet hat, oder sei es zu nationalen Gesetzgebungsverfahren. Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie kann nur wirken, wenn sie als Instrument der gesamten Bundesregierung genutzt wird. Das bedeutet: verbindliche Maßnahmen und konkrete Zeitziele in allen Bereichen.

Wir sehen es kritisch, dass in der Strategie der Bundesregierung wichtige Fragen der aktuellen politischen sowie wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskussion nicht berücksichtigt werden. Zwar wird einleitend auf das Prinzip der Planetaren Belastungsgrenzen als „absolute äußere Beschränkung“ hingewiesen, auf diesen absoluten Rahmen in der weiteren Strategie aber kaum noch Rücksicht genommen. Insbesondere beim Schutz von Klima und Artenvielfalt wird es nicht ausreichen, lediglich den Mehrverbrauch von Ressourcen bzw. die Steigerung von Emissionen zu reduzieren.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Mit der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft kann sich die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung an einem Leitbild orientieren, dass Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungsstufe hinweg vorlebt. Als Schlüsseltechnologie muss der Ökolandbau als Leitbild für die gesamte Landwirtschaft anerkannt und gestärkt werden. Ein erster notwendiger Schritt und zugleich Zeichen der Verbindlichkeit wäre, das Bundes-programm Ökologischer Landbau entsprechend dem 20-Prozent-Ökolandbau-Ziel auf 60 Mio. € aufzustocken.“

Zur BÖLW- Stellungnahme zum Entwurf der Neuauflage der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (pdf, 445 kB): http://boelw.de/fileadmin/media/pdf/Themen/Umwelt/160730_BOELW_Stellungnahme_Nachhhaltigkeitsstrategie.pdf

2016-06-20

Feldtag Ökologischer Ackerbau

Landessortenversuche zu Kartoffeln, Getreide, Ackerbohnen, Silomais und Feldrundgang auf der Domäne Frankenhausen

Wann: Dienstag, 21.06.2016, 10.00 – 15.30 Uhr
Wo: Hessische Staatsdomäne Frankenhausen, 34393 Grebenstein
Für: Praktiker und Berater, alle am Thema Interessierten  

www.uni-kassel.de/agrar/dfh

Teil 1: 10:00 Uhr Rundgang Landessortenversuche mit: Eberhard Kölsch, Uni Kassel; R. Schmidt, LLH; Dr. Thorsten Haase, LLH
• Besichtigung Kartoffel-Sortenversuch
• Besichtigung Getreide-Sortenversuche
• Besichtigung Ackerbohnen-Sortenversuch
• Besichtigung Silomais-Sortenversuch


12.30 Uhr 13:30 Uhr Mittagsimbiss im Garten

Teil 2: 13:30 Rundgang Praxisflächen mit: J. Keil, Frankenhausen; Dr. Thorsten Haase, LLH; Martin Trieschmann, Naturland Fachberatung
• Möhren, Kartoffeln, Silomais, Getreide (Vorstellung der Produktionsverfahren durch Betriebsleiter)

15:30 Uhr Ende der Veranstaltung
 
„Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft“
 
Kosten: Es fallen keine Teilnahmegebühren an; Mittagsimbiss (10,-€)

2016-04-20

43,7 Millionen Hektar Biofläche - jetzt umstellen!

Die weltweite Biofläche ist 2014 weiter um fast eine halbe Million Hektar auf 43,7 Millionen Hektar gewachsen. Mit der Ausnahme Lateinamerikas ist die Biofläche auf allen Kontinenten größer geworden. An der weltweiten Landwirtschaftsfläche hält die Biofläche einen Anteil von 0,89 Prozent, in der EU 5,7 Prozent und in Deutschland 6,3  Prozent. 
Quelle: www.Ökolandbau.de

"Bio ist kein Hexenwerk"
Umstellungsinteressierte Landwirtinnen und Landwirte können von den Erfahrungen der Demonstrationsbetriebe profitieren. Jährlich finden auf den über 240 Betrieben rund 3000 Veranstaltungen statt, etwa 450 davon für Fachpublikum.
Mehr auf: www.oekolandbau.de

2015-11-08

Naturland auf der Agritechnica 2015 in Hannover

Auf der Agritechnica in Hannover vom 8. bis 14. November informiert Naturland Umstellungsinteressierte sowie auch bereits ökologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern zu allen Fragen rund um den Ökolandbau.
www.oekolandbau.de/servi...nover/

2015-11-04

Erfolg: Gentechnik bleibt vom Acker

Heute wurde bekannt, dass mehrere Konzerne den Anbau von einigen Gentechnik-Maissorten auf deutschen Äckern freiwillig unterlassen werden. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte sich zuvor dafür eingesetzt. Der Vorsitzende des BÖLW, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, kommentiert:

„Dass einige Gentechnik-Konzerne den Anbau ihrer Pflanzen freiwillig unterlassen, ist für Landwirte und Verbraucher eine gute Nachricht. Die Reaktion der Konzerne ist ein Erfolg des langjährigen Widerstandes gegen den Anbau von Gentechnik-Pflanzen. Der Großteil der Menschen will keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller.

Das Einlenken von Monsanto und Co. zeigt aber auch das große Defizit der EU-Regelung, die hier genutzt wird. Die Opt-out-Lösung ist freiwillig und Staaten werden damit abhängig vom Wohlwollen der Unternehmen. Wer es mit Gentechnik-Verboten ernst meint, muss nun für eine solide gesetzliche Regelung sorgen, mit dem der Anbau bundesweit und rechtssicher ausgeschlossen wird.

In Brüssel muss Schmidt die EU-Kommission drängen, endlich das mangelhafte Zulassungsverfahren für Gentechnik-Pflanzen zu reformieren, in dem bisher weder Umweltauswirkungen noch wirtschaftliche Risiken ausreichend berücksichtigt sind.“

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der Spitzenverband von Erzeugern, Verarbeitern und Händlern ökologischer Lebensmittel in Deutschland.
Quelle: Joyce Moewius
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

2015-09-10

Bauern: Milchpreise im Keller? Es geht auch anders

Hamfelder-Hof-Bauernmeierei eingeweiht 

26.08.2015 Die Hamfelder-Hof-Bauerngemeinschaft, ein Zusammenschluss von 27 Bioland-Betrieben aus Norddeutschland, hat eine eigene Biomolkerei eröffnet. Das Ziel ist eine nachhaltige Produktion in regionalen Strukturen. Das schreibt Ulrike Kreysa von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Mehr dazu: 



Nicht abwarten, jetzt handeln. Die Zukunft gehört dem Ökologischen Landbau ohne Gentechnik und Gift auf dem Acker.

2015-09-09

Kinder: Herbstzeit ist Erntezeit

Für die Biobäuerinnen und -bauern gab es in den vergangenen Wochen viel zu tun, der größte Teil ihrer Getreideernte ist bereits eingefahren. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu erwischen. Das schreibt Ulrike Kreysa, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Was gibt es jetzt noch auf dem Bauernhof? Im September werden noch Rüben, Spätkartoffeln und viele Kohlsorten geerntet. Auch die Weintrauben sind reif. Es werden Äpfel gepflückt und Heu gemacht.
Reinschnuppern in einen Biohof
Obwohl es in der Herbstzeit so viel zu tun gibt, feiern viele Höfe jetzt Hoffeste. Schau doch mal nach, ob vielleicht auch in deiner Nähe eines stattfindet? Über ganz Deutschland verteilt gibt es Biohöfe, die ihre Türen offen haben für euch und regelmäßig zu Hofführungen, Festen und mehr einladen. Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau

Die ganze Geschichte lesen:
https://www.oekolandbau.de/kinder/thema-des-monats/herbstzeit-ist-erntezeit/

Nicht abwarten, jetzt handeln.
c4harry

2015-09-05

Biotopia Greifenhagen feiert Jubiläum

Der Bioland-Betrieb Biotopia in Greifenhagen feiert am Samstag, den 5. September 2015, ab 10 Uhr, mit einem großen Hoffest sein 25-jähriges Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch.  

Die Betriebsleiter Klaus Feick, Werner und Christian Anthes haben ein umfangreiches Programm mit einem politischen Frühschoppen organisiert. 
https://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/biotopia-greifenhagen-feiert-jubilaeum-mit-agrarpolitischem-fruehschoppen/


2015-07-31

Sauenhalter für Projekt zu Gruppenfreilaufbuchten gesucht

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert über zwei Jahre bis zu fünf Betriebe, die sich im Themennetzwerk "Sauen mit Ferkeln – Einführung von Gruppenfreilaufbuchten in der Säugeperiode" an den Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz beteiligen. Ulrike Kreysa von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

https://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/sauenhalter-fuer-projekt-zu-gruppenfreilaufbuchten-gesucht/

2015-07-23

Trichogramma-Schlupfwespen halten Schädlinge in Schach

Im biologischen Pflanzenschutz werden seit vielen Jahren Schlupfwespenarten aus der Gattung Trichogramma gegen Schädlinge eingesetzt, zum Beispiel gegen den Maiszünsler.

Sie sind sogar weltweit das häufigste biologische "Pflanzenschutzmittel“. Das schreibt Ulrike Kreysa von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Mehr dazu:

https://www.oekolandbau.de/erzeuger/thema-des-monats/schlupfwespen-gegen-schaedlinge/

2015-05-12

Zukunftsweisende Betriebskonzepte im Ökolandbau

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gibt den Startschuss für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2016. Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die seit mindestens zwei Jahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert sind.  
Das schreibt Ulrike Kreysa von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). 
http://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/zukunftsweisende-betriebskonzepte-im-oekolandbau/

2015-05-09

Startschuss für Öko-Wettbewerb

Zukunftsweisende Betriebskonzepte im Ökolandbau  

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gibt den Startschuss für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2016. Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die seit mindestens zwei Jahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert sind.  Daran erinnert Ulrike Kreysa von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

http://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/zukunftsweisende-betriebskonzepte-im-oekolandbau/

2015-05-07

Demonstrationsbetriebe

Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau: Ausgezeichnete Betriebe in Ihrer Nähe

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zeichnet seit 2001 Biobetriebe aus, die innovative Leistungen oder besonders nachhaltige Konzepte umsetzen. 
Auf unserer interaktiven Karte finden Sie jetzt alle ausgezeichneten Betriebe mit Links auf weitere Infos. Das schreibt Ulrike Kreysa von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 
http://www.oekolandbau.de/erzeuger/tierhaltung/artspezifische-anforderungen/schweine/oekonomie/wachsen-oder-weichen-umstellen/