Posts mit dem Label Greenpeace werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Greenpeace werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2012-03-08

Greenpeace zeigt Film über Gentechnik

Am Donnerstag, 9. Februar 2012, zeigt die Greenpeace-Gruppe Lübeck in Kooperation mit dem Kommunalen Kino in der Mengstraße um 18 Uhr den Film "Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes".

Der Film von Bertram Verhaag berichtet über neuere Erkenntnisse über die Auswirkungen von Gentechnik und erzählt, wie kritische Forscher aufgrund von wirtschaftlichen Interessen mundtot gemacht werden. Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Der Film ist ein dokumentarischer Thriller darüber, wie multinationale Agro-Chemie-Konzerne Wissenschaftler zu Opfern machen, um zu verhindern, dass sie ihre kritischen Forschungsergebnisse veröffentlichen. Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien - Árpád Pusztai und Ignacio Chapela - veröffentlichten kritische Ergebnisse ihrer Forschung zu gentechnisch veränderter Nahrung). Sie verloren ihre Arbeit und wurden darüber hinaus persönlich ruiniert durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung ihres wissenschaftlichen Rufs.

Der Film erzählt aber auch die Geschichte ihres persönlichen Mutes und ihres Verantwortungsgefühls der Öffentlichkeit gegenüber, die bereits jahrelang gentechnisch manipuliertes Essen konsumiert. Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5 Prozent der Forscher sind unabhängig.

Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen? Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen


— erstellt auf iPhone mit BlogPress

Greenpeace zeigt Film über Gentechnik

Am Donnerstag, 9. Februar 2012, zeigt die Greenpeace-Gruppe Lübeck in Kooperation mit dem Kommunalen Kino in der Mengstraße um 18 Uhr den Film "Gekaufte Wahrheit – Gentechnik im Magnetfeld des Geldes".

Der Film von Bertram Verhaag berichtet über neuere Erkenntnisse über die Auswirkungen von Gentechnik und erzählt, wie kritische Forscher aufgrund von wirtschaftlichen Interessen mundtot gemacht werden. Nach dem Film besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Der Film ist ein dokumentarischer Thriller darüber, wie multinationale Agro-Chemie-Konzerne Wissenschaftler zu Opfern machen, um zu verhindern, dass sie ihre kritischen Forschungsergebnisse veröffentlichen. Zwei führende Molekularbiologen in Schottland und Kalifornien - Árpád Pusztai und Ignacio Chapela - veröffentlichten kritische Ergebnisse ihrer Forschung zu gentechnisch veränderter Nahrung). Sie verloren ihre Arbeit und wurden darüber hinaus persönlich ruiniert durch Streichung der Forschungsmittel und Zerstörung ihres wissenschaftlichen Rufs.

Der Film erzählt aber auch die Geschichte ihres persönlichen Mutes und ihres Verantwortungsgefühls der Öffentlichkeit gegenüber, die bereits jahrelang gentechnisch manipuliertes Essen konsumiert. Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen, dass 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur 5 Prozent der Forscher sind unabhängig.

Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Wissenschaftlern noch trauen? Wenn multinationale Konzerne Wissenschaftler von Forschungen und Veröffentlichungen abhalten können, wer bleibt dann übrig, um den Konsumenten die Wahrheit zu sagen


— erstellt auf iPhone mit BlogPress

2011-08-20

Mit der Gesundheit bezahlen?

In sieben von acht Bons wurden bei einer Studie die Stoffe Bisphenol A oder S entdeckt. In Babyflaschen ist die Chemikalie seit März verboten.

Handelsübliche Kassenbons enthalten einer aktuellen Studie zufolge gesundheitsgefährdende Chemikalien. Untersucht wurden die Einkaufsquittungen von acht Unternehmen. Bei sieben Firmen wurden die Stoffe Bisphenol A oder S entdeckt. Dies geht aus einer am Dienstag im Auftrag des "Greenpeace Magazins“ veröffentlichten Untersuchung hervor. Unter anderem waren die Chemikalien auf Belegen von Supermarktketten sowie aus Fahrkartenautomaten nachgewiesen worden.

Betroffen sind Bons von Edeka, Galeria Kaufhof und der Deutschen Post - hier wies das testende Labor das Bisphenol A (BPA) nach. Die untersuchten Quittungen von Kaisers, Aldi Nord, Rewe sowie Automaten-Fahrkarten der Deutschen Bahn enthielten das verwandte Bisphenol S (BPS). Einzig die Kassenzettel von Lidl waren nicht mit den Stoffen belastet.

Während des Ausdrucks an der Kasse oder an Fahrkartenautomaten reagiert Bisphenol A auf den Bons zu Farbstoff. An den weißen Stellen bleibt die Chemikalie aber unverändert haften. Nach Einschätzung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa ist eine Aufnahme von täglich 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht unbedenklich. In den positiv getesteten Kassenbons wurden die Bisphenole A und S jeweils im Milligramm-Bereich nachgewiesen.

Die umstrittenen Chemikalien können über Hautkontakt in den Organismus gelangen. Gefährlich erscheint, dass in den aus Thermodruckpapier bestehenden Kassenzetteln die Chemikalien viel höher konzentriert sind als etwa in Plastik und zudem weniger fest gebunden. Forscher fanden Indizien dafür, dass der Stoff die Reifung des Gehirns von Ungeborenen und Kleinkindern irreversibel schädigen kann. Neuere Studien bringen BPA auch mit Herzerkrankungen, Brust- und Prostatakrebs sowie Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung.

BPS unterscheidet sich chemisch nur geringfügig von BPA, ist aber noch wesentlich schlechter erforscht. Es wird oft als Ersatz für BPA verwendet. Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Risikobewertung halten das für falsch. Einige neuere, bislang noch unbestätigte Untersuchungen ergaben, dass BPS sogar eine stärkere östrogene Wirkung entfalten kann als BPA und vom menschlichen Körper schlechter abgebaut wird.

Bisphenol A ist seit März in Babyflaschen innerhalb der Europäischen Union verboten – auch in Deutschland.
Quelle: Greenpeace.de

—-- Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

Mit der Gesundheit bezahlen?

In sieben von acht Bons wurden bei einer Studie die Stoffe Bisphenol A oder S entdeckt. In Babyflaschen ist die Chemikalie seit März verboten.

Handelsübliche Kassenbons enthalten einer aktuellen Studie zufolge gesundheitsgefährdende Chemikalien. Untersucht wurden die Einkaufsquittungen von acht Unternehmen. Bei sieben Firmen wurden die Stoffe Bisphenol A oder S entdeckt. Dies geht aus einer am Dienstag im Auftrag des "Greenpeace Magazins“ veröffentlichten Untersuchung hervor. Unter anderem waren die Chemikalien auf Belegen von Supermarktketten sowie aus Fahrkartenautomaten nachgewiesen worden.

Betroffen sind Bons von Edeka, Galeria Kaufhof und der Deutschen Post - hier wies das testende Labor das Bisphenol A (BPA) nach. Die untersuchten Quittungen von Kaisers, Aldi Nord, Rewe sowie Automaten-Fahrkarten der Deutschen Bahn enthielten das verwandte Bisphenol S (BPS). Einzig die Kassenzettel von Lidl waren nicht mit den Stoffen belastet.

Während des Ausdrucks an der Kasse oder an Fahrkartenautomaten reagiert Bisphenol A auf den Bons zu Farbstoff. An den weißen Stellen bleibt die Chemikalie aber unverändert haften. Nach Einschätzung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa ist eine Aufnahme von täglich 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht unbedenklich. In den positiv getesteten Kassenbons wurden die Bisphenole A und S jeweils im Milligramm-Bereich nachgewiesen.

Die umstrittenen Chemikalien können über Hautkontakt in den Organismus gelangen. Gefährlich erscheint, dass in den aus Thermodruckpapier bestehenden Kassenzetteln die Chemikalien viel höher konzentriert sind als etwa in Plastik und zudem weniger fest gebunden. Forscher fanden Indizien dafür, dass der Stoff die Reifung des Gehirns von Ungeborenen und Kleinkindern irreversibel schädigen kann. Neuere Studien bringen BPA auch mit Herzerkrankungen, Brust- und Prostatakrebs sowie Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung.

BPS unterscheidet sich chemisch nur geringfügig von BPA, ist aber noch wesentlich schlechter erforscht. Es wird oft als Ersatz für BPA verwendet. Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Risikobewertung halten das für falsch. Einige neuere, bislang noch unbestätigte Untersuchungen ergaben, dass BPS sogar eine stärkere östrogene Wirkung entfalten kann als BPA und vom menschlichen Körper schlechter abgebaut wird.

Bisphenol A ist seit März in Babyflaschen innerhalb der Europäischen Union verboten – auch in Deutschland.
Quelle: Greenpeace.de

—-- Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

2011-05-18

Sieben Prozent der Mais-Proben mit Gentechnik verunreinigt

Dieses Jahr sind in sieben Prozent der 417 Mais-Saatgut-Proben in elf Bundesländern Spuren von Gentechnik gefunden worden. Die Verunreinigungen stiegen in den letzten Jahren an. Laut einer Presseerklärung von Greenpeace und Bioland waren vor drei Jahren nur 2.1 Prozent der Proben mit gentechnisch veränderten Organismen vermischt
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23703.html

—-- Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

Sieben Prozent der Mais-Proben mit Gentechnik verunreinigt

Dieses Jahr sind in sieben Prozent der 417 Mais-Saatgut-Proben in elf Bundesländern Spuren von Gentechnik gefunden worden. Die Verunreinigungen stiegen in den letzten Jahren an. Laut einer Presseerklärung von Greenpeace und Bioland waren vor drei Jahren nur 2.1 Prozent der Proben mit gentechnisch veränderten Organismen vermischt
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/23703.html

—-- Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

2011-03-18

Saatgutvermehrung muss rein bleiben

Am Freitag stimmt der Bundesrat über die Reinhaltung des Saatguts ab. Mit diversen Aktionen wird im Moment versucht, die Ministerpräsidenten der Länder davon zu überzeugen, einem Antrag nicht zuzustimmen, der von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Agrarausschuss eingebracht und einstimmig angenommen wurde. Bremen hat bereits angekündigt, gegen die Gentechnik zu stimmen und den Antrag am Freitag nicht zu unterstützen.
Sie können auch gegen Gentechnik im Saatgut unterschreiben bei der gemeinsamen Aktion von Save Our Seeds und Campact. Knapp 60.000 Menschen sind schon dabei. Außerdem wird an verschiedenen Orten in Deutschland demonstriert – auch vor dem Bundesrat in Berlin am Freitagmorgen. Alle Infos zur Aktion finden Sie hier: http://www.keine-gentechnik.de/aktionen/saatgutaktion.html

—-- Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

Saatgutvermehrung muss rein bleiben

Am Freitag stimmt der Bundesrat über die Reinhaltung des Saatguts ab. Mit diversen Aktionen wird im Moment versucht, die Ministerpräsidenten der Länder davon zu überzeugen, einem Antrag nicht zuzustimmen, der von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Agrarausschuss eingebracht und einstimmig angenommen wurde. Bremen hat bereits angekündigt, gegen die Gentechnik zu stimmen und den Antrag am Freitag nicht zu unterstützen.
Sie können auch gegen Gentechnik im Saatgut unterschreiben bei der gemeinsamen Aktion von Save Our Seeds und Campact. Knapp 60.000 Menschen sind schon dabei. Außerdem wird an verschiedenen Orten in Deutschland demonstriert – auch vor dem Bundesrat in Berlin am Freitagmorgen. Alle Infos zur Aktion finden Sie hier: http://www.keine-gentechnik.de/aktionen/saatgutaktion.html

—-- Artikel erstellt auf iPhone mit BlogPress

2010-12-12

Neue Runde im Prozess um Feldzerstörung bei der Genbank Gatersleben

Jetzt fand der Strafprozess gegen die Aktivisten statt, die 2008 ein Versuchsfeld mit gentechnisch verändertem Weizen zerstörten. Der Versuch fand auf dem Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) statt, das auch für die Erhaltung und Sammlung alter Getreidesorten zuständig ist.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert Freispruch für die Aktivisten und weist darauf hin, dass der Versuch gar nicht hätte stattfinden dürfen.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/22910.html

Neue Runde im Prozess um Feldzerstörung bei der Genbank Gatersleben

Jetzt fand der Strafprozess gegen die Aktivisten statt, die 2008 ein Versuchsfeld mit gentechnisch verändertem Weizen zerstörten. Der Versuch fand auf dem Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) statt, das auch für die Erhaltung und Sammlung alter Getreidesorten zuständig ist.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert Freispruch für die Aktivisten und weist darauf hin, dass der Versuch gar nicht hätte stattfinden dürfen.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/22910.html

2010-10-12

Schlappe für Gentechnik Lobby

Die Greenpeace-Kampagne gegen Gentechnik-Pflanzen in Futtermitteln konnte einen Erfolg erzielen: Der Begriff „Gen-Milch“ darf weiterhin verwendet werden, entschied das Bundesverfassungsgericht, da in der Produktionskette der Müller-Milch nicht auf Gentechnik im Futter verzichtet wird.
- Posted mit BlogPress vom iPhone


—-- Artikel erstellt auf iPhone

Schlappe für Gentechnik Lobby

Die Greenpeace-Kampagne gegen Gentechnik-Pflanzen in Futtermitteln konnte einen Erfolg erzielen: Der Begriff „Gen-Milch“ darf weiterhin verwendet werden, entschied das Bundesverfassungsgericht, da in der Produktionskette der Müller-Milch nicht auf Gentechnik im Futter verzichtet wird.
- Posted mit BlogPress vom iPhone


—-- Artikel erstellt auf iPhone

2010-10-08

Giftschlamm-Unglück: Typisch für die Branche der Metall- und Bergbauindustrie

Wien (pte/07.10.2010/12:30) - Das Giftschlamm-Unglück in Westungarn, das die größte Umweltkatastrophe des Landes darstellt, ist symptomatisch für die Metall- und Bergbauindustrie. Zu diesem Schluss kommt die Rating-Agentur oekom research AG http://www.oekom-research.com

Von den 130 weltgrößten börsennotierten Branchenvertretern erfüllen nur 31 die minimalen Anforderungen der Nachhaltigkeit. "Die Entsorgung giftiger Abfälle ist eines der größten Nachhaltigkeitsprobleme, neben der Einhaltung der Menschenrechte oder dem Klimaschutz", berichtet oekom research-Analystin Kristina Rüter im ressetext-Interview.

Ätzender Schlamm erreicht die Donau

Nachdem am Montag nahe der westungarischen Ortschaft Kolontar der Speicherdamm der Aluminiumfabrik Ajkai Timföldgyár geborsten ist, flossen eine Mio. Kubikmeter schwer ätzender und gesundheitsschädlicher Bauxitschlamm aus. Ortschaften und Felder wurden bedeckt, vier Menschen starben, weitere werden vermisst und über 120 verletzt. Das kontaminierte Wasser hat gestern den Fluss Raab und am Donnerstag die Donau erreicht und wird laut dem ungarischen WWF-Sprecher Gabor Figeczky auch in die nahe gelegenen Natura 2000-Europaschutzgebiete eindringen.

Katastrophen-Branche

Mehr als 42 Prozent der analysierten Unternehmen haben schwerwiegende Umweltschäden zu verantworten, berichtet Rüter. "Teils sind es ähnliche Unfälle, bei denen Speicherbecken mit giftigen Inhalten brechen. Teils geben Unternehmen Standorte auf und hinterlassen Rückstände, die über Regen, Boden und Flüsse in die Umwelt gelangen." Oft sei gar kein Unglück nötig, da Bergbaukonzerne ihre Giftschlämme teils sogar direkt und ohne Aufbereitung oder Zwischenspeicherung in Flüsse oder Meere pumpen. So verfährt etwa der britisch-australische Rio Tinto oder Kanadas Barrick Gold in Indonesien und Papua Neuguinea.

Verantwortung für das Unglück dürfte vor allem die MAL AG http://www.mal.hu als Betreiber tragen, die ihr Rückhaltebecken nicht genügend gesichert und dieses womöglich auch überbelastet hat. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.at fordert von den beiden Werksbesitzern die volle Haftung für die Folgen des Unglücks.

Der bisher in Aussicht gestellten Entschädigung von 110.000 Euro für die Familien der Todesopfer steht das geschätzte Vermögen der beiden von 145 Mio. Euro gegenüber, mit dem sie zu den dreißig reichsten Ungarn gehören. "Die Schadenssanierung wird einen achtstelligen Eurobetrag kosten. Denn der Schlamm verbindet sich mit dem Erdboden, der ebenfalls abgetragen werden muss", berichtet Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster gegenüber pressetext.

Standards viel zu niedrig

Einiges spricht dafür, dass die Katastrophe jedoch auch zum Politikum wird. So Die ungarische Regierung schweigt bis dato zur Veröffentlichung der genauen Inhaltsstoffe des Schlammes. Darüber hinaus nimmt der WWF die EU in die Pflicht, da ihre Sicherheitsstandards für den Bergbau zu niedrig seien und selbst diese teils nicht ausreichend überprüft werden. "Einfache Erdbaudämme reichen nicht zur Absicherung der Becken, da diese leicht durch Dauerregen durchweicht werden können", so WWF-Süßwasserexperte Martin Geiger http://www.wwf.at .

Trotz fehlender Absicherung gegen Risiken stufe die EU Rotschlamm als "nicht hochgradig gefährlich" ein. Für die direkte Umgebung bezeichnet der WWF den Vorfall sogar als "Apokalypse".

Metallindustrie und Bergbau genießen weiche Sicherheitsbestimmungen, erklärt Rüter. "Viele Länder sehen sie als wichtige Einnahmequelle und halten die Gesetze daher eher locker." Man könne jedoch davon ausgehen, dass derartige Speicherdämme in Deutschland, der Schweiz und Österreich besser gesichert sind. Zudem müssen hier Schlämme vor der Speicherung neutralisiert werden. "Die Betreiber sollten auch ohne Gesetze für ausreichend Sicherheit ihrer Standorte sorgen. Das ist eine Frage unternehmerischer Verantwortung", so Rüter. Die meisten Branchenvertreter seien laut ihrer Ansicht noch weit von nachhaltigem Handeln entfernt, obwohl sie sich dieses gern selbst attestieren.

Quelle: pressetext.austria, Redakteur: Johannes Pernsteiner


—-- Artikel erstellt auf iPhone

Giftschlamm-Unglück: Typisch für die Branche der Metall- und Bergbauindustrie

Wien (pte/07.10.2010/12:30) - Das Giftschlamm-Unglück in Westungarn, das die größte Umweltkatastrophe des Landes darstellt, ist symptomatisch für die Metall- und Bergbauindustrie. Zu diesem Schluss kommt die Rating-Agentur oekom research AG http://www.oekom-research.com

Von den 130 weltgrößten börsennotierten Branchenvertretern erfüllen nur 31 die minimalen Anforderungen der Nachhaltigkeit. "Die Entsorgung giftiger Abfälle ist eines der größten Nachhaltigkeitsprobleme, neben der Einhaltung der Menschenrechte oder dem Klimaschutz", berichtet oekom research-Analystin Kristina Rüter im ressetext-Interview.

Ätzender Schlamm erreicht die Donau

Nachdem am Montag nahe der westungarischen Ortschaft Kolontar der Speicherdamm der Aluminiumfabrik Ajkai Timföldgyár geborsten ist, flossen eine Mio. Kubikmeter schwer ätzender und gesundheitsschädlicher Bauxitschlamm aus. Ortschaften und Felder wurden bedeckt, vier Menschen starben, weitere werden vermisst und über 120 verletzt. Das kontaminierte Wasser hat gestern den Fluss Raab und am Donnerstag die Donau erreicht und wird laut dem ungarischen WWF-Sprecher Gabor Figeczky auch in die nahe gelegenen Natura 2000-Europaschutzgebiete eindringen.

Katastrophen-Branche

Mehr als 42 Prozent der analysierten Unternehmen haben schwerwiegende Umweltschäden zu verantworten, berichtet Rüter. "Teils sind es ähnliche Unfälle, bei denen Speicherbecken mit giftigen Inhalten brechen. Teils geben Unternehmen Standorte auf und hinterlassen Rückstände, die über Regen, Boden und Flüsse in die Umwelt gelangen." Oft sei gar kein Unglück nötig, da Bergbaukonzerne ihre Giftschlämme teils sogar direkt und ohne Aufbereitung oder Zwischenspeicherung in Flüsse oder Meere pumpen. So verfährt etwa der britisch-australische Rio Tinto oder Kanadas Barrick Gold in Indonesien und Papua Neuguinea.

Verantwortung für das Unglück dürfte vor allem die MAL AG http://www.mal.hu als Betreiber tragen, die ihr Rückhaltebecken nicht genügend gesichert und dieses womöglich auch überbelastet hat. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.at fordert von den beiden Werksbesitzern die volle Haftung für die Folgen des Unglücks.

Der bisher in Aussicht gestellten Entschädigung von 110.000 Euro für die Familien der Todesopfer steht das geschätzte Vermögen der beiden von 145 Mio. Euro gegenüber, mit dem sie zu den dreißig reichsten Ungarn gehören. "Die Schadenssanierung wird einen achtstelligen Eurobetrag kosten. Denn der Schlamm verbindet sich mit dem Erdboden, der ebenfalls abgetragen werden muss", berichtet Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster gegenüber pressetext.

Standards viel zu niedrig

Einiges spricht dafür, dass die Katastrophe jedoch auch zum Politikum wird. So Die ungarische Regierung schweigt bis dato zur Veröffentlichung der genauen Inhaltsstoffe des Schlammes. Darüber hinaus nimmt der WWF die EU in die Pflicht, da ihre Sicherheitsstandards für den Bergbau zu niedrig seien und selbst diese teils nicht ausreichend überprüft werden. "Einfache Erdbaudämme reichen nicht zur Absicherung der Becken, da diese leicht durch Dauerregen durchweicht werden können", so WWF-Süßwasserexperte Martin Geiger http://www.wwf.at .

Trotz fehlender Absicherung gegen Risiken stufe die EU Rotschlamm als "nicht hochgradig gefährlich" ein. Für die direkte Umgebung bezeichnet der WWF den Vorfall sogar als "Apokalypse".

Metallindustrie und Bergbau genießen weiche Sicherheitsbestimmungen, erklärt Rüter. "Viele Länder sehen sie als wichtige Einnahmequelle und halten die Gesetze daher eher locker." Man könne jedoch davon ausgehen, dass derartige Speicherdämme in Deutschland, der Schweiz und Österreich besser gesichert sind. Zudem müssen hier Schlämme vor der Speicherung neutralisiert werden. "Die Betreiber sollten auch ohne Gesetze für ausreichend Sicherheit ihrer Standorte sorgen. Das ist eine Frage unternehmerischer Verantwortung", so Rüter. Die meisten Branchenvertreter seien laut ihrer Ansicht noch weit von nachhaltigem Handeln entfernt, obwohl sie sich dieses gern selbst attestieren.

Quelle: pressetext.austria, Redakteur: Johannes Pernsteiner


—-- Artikel erstellt auf iPhone

2010-07-02

Saatgut-Skandal: Strafanzeige gegen Landesregierung

Heute wurde Strafanzeige gegen die niedersächsische Landesregierung erstellt. Der Grund: Die Landesregierung hat nicht unverzüglich gehandelt, um Verstöße gegen das Gentechnikrecht zu verhindern. Das Umweltministerium hat Berichte von Saatgutverunreinigungen über Wochen nicht bearbeitet und hat so dazu beigetragen, dass Ernteausfälle von über 1,3 Millionen Euro zu beklagen wären.

Die Aktion "GEN-Klage", die Grünen sowie das Umweltinstitut München wollen mit ihrer Strafanzeige die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. "Auch kleine Spuren von Gentechnik führen zu einer erheblichen Gefahr der unkontrollierten Ausbreitung und der Beeinträchtigung einer gentechnikfreien Landwirtschaft und Imkerei", sagte Christiane Lüst vom internationalen Netzwerk "GEN-Klage".
- Posted mit BlogPress vom iPhone