2017-02-07

Ökolandbau ohne Pflug

Das LOP-Sonderheft „Ökologischer Landbau ohne Pflug“ hat die interessantesten Beiträge aus den letzten Jahrgängen der LOP zusammengestellt. Ein Heft nicht nur für Ökobetriebe, sondern für alle interessierten Profi-Pflanzenbauer, die auf Herbizide wie Glyphosat verzichten wollen.

Auf 116 Seiten werden zum Beispiel Praktiker vorgestellt, die erfolgreich pfluglos im ökologischen Landbau wirtschaften. Dabei werden verschiedene Ansatzpunkte verfolgt, wie der technische Einsatz von optoelektronisch gesteuerten Hackmaschinen oder Dammkulturen, um das Unkraut möglichst effektiv zu bekämpfen. Darüber hinaus werden alternative Techniken zum Pflugeinsatz und das in den USA weit verbreitete „Vertical Tillage“ vorgestellt. Andere Biolandwirte haben sich vom Prinzip des „sauberen Ackers“ verabschiedet und setzen auf Mischkulturen und Untersaaten. Die Beikräuter werden hier nicht mechanisch bekämpft, sondern durch die Saatpartner unterdrückt.

Der Themenkomplex der Körnerleguminosen und Zwischenfrüchte nimmt im neuen Heft ebenfalls einen wichtigen Stellenwert ein. Ausgewählte Fachleute beschreiben ihre mehrjährigen Erfahrungen mit Zwischenfruchtmischungen und stellen Anbaualternativen mit Körnerleguminosen vor. Des Weiteren werden Erkenntnisse, wie Humusforschung oder auch der Einfluss der Regenwürmer auf die Eigenschaften des Unterbodens, vorgestellt.

Weitere Informationen zum Sonderheft gibt es hier:
https://www.pfluglos.de/sonderheft/Sonderheft_Ökolandbau_ohne_Pflug

2017-02-04

Ökologische Hühnerzucht

Landwirtschaftsminister Schmidt überreichte am 27. Januar den Zuwendungsbescheid für das Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung der ökologischen Hühnerzucht an die Mitglieder des Forschungsverbundes. Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin nahmen Peter Boysen, Präsidiumsmitglied von Bioland, Alexander Gerber von Demeter für die ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) und Prof. Bernhard Hörning von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde den Bescheid entgegen. "In dem Projekt möchte Bioland im Forschungsverbund eine eigenständige ökologische Hühnerzucht in Deutschland entwickeln. Damit machen wir uns unabhängiger von großen Geflügelkonzernen", beschreibt Projektleiterin Dr. Stephanie Fischinger von Bioland wichtige Ziele.

Die Bio-Hühnerhaltung gewinnt in Deutschland immer stärker an Bedeutung. Mit der wachsenden Nachfrage nach ökologisch erzeugten Eiern und Geflügelfleisch steigt auch die Anzahl der ökologischen Geflügel-Betriebe. Da die Hühnerzucht aber vor allem in den Händen von Firmen liegt, die vorwiegend für die konventionelle Geflügelhaltung züchten, braucht der Ökolandbau eine eigene unabhängige Züchtung, die zu den spezifischen Anforderungen auf den Betrieben passt. "Über das Öko-Huhn Projekt wird es uns ermöglicht, eigene Strukturen zur Züchtung von Geflügel auf ökologischer Basis aufzubauen.", beschreibt Inga Günther, Geschäftsführerin der ÖTZ die Grundlage des Projektes. Zuchtziele sind zum Beispiel die Aufzucht mit heimischem Futter wie Leguminosen und die Eignung der Tiere für die Auslaufhaltung. Das Projekt soll dazu beitragen, zukunftsweisende Lösungen für die Umsetzung von 100 Prozent ökologischer Fütterung und der Aufzucht von männlichen Küken zu entwickeln. "Mit dem Projekt sollen auch relevante Daten zur Entwicklung eines ökologischen Zweinutzungshuhns erarbeitet werden", so Günther.

Mit der Züchtung erhält der ökologische Landbau leistungsorientiere Gebrauchskreuzungen. Ein Nebeneffekt der Züchtung ist der genetische Erhalt alter robuster Rassen, da diese mit eingekreuzt werden. "Da diese Rassehühner geringere Leistungen als Hybridhühner haben, könnten sie eine Alternative für kleinere Betriebe sein. In der Direktvermarktung kann dem Kunden der höhere Preis durch den vorhandenen Mehrwert des Geflügels gut erklärt werden", erläuterte Prof. Hörning von der Hochschule Eberswalde.

Gefördert wird das über drei Jahre laufende Forschungsprojekt vom Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Quelle: Pressemitteilung Bioland

Betriebsmittelliste 2017 erschienen

Logo FiBL - Betriebsmittelliste 2017 erschienen

Die aktuelle Ausgabe der "Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau in Deutschland" ist erschienen. Mit 1.500 Produkten von 330 Firmen bietet die Liste einen umfangreichen Überblick über Produkte, die im ökologischen Landbau eingesetzt werden können.


Aufgeführt sind Betriebsmittelprodukte, die in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt werden können: für Düngung, Pflanzenschutz und Pflanzenstärkung, Reinigung und Desinfektion, Parasitenbekämpfung und Fütterung. Hinzu kommen Produkte für die Wein- und Saftbereitung. Im vergangenen Jahr wurden wiederum knapp 280 neue Produkte aufgenommen, die meisten davon in den Produktbereichen Düngemittel/Substrate sowie bei den Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Die Bioverbände Demeter, Demeter International, Gäa und Naturland nutzen auch in diesem Jahr wieder die aktuelle Betriebsmittelliste, um auf dieser Basis eigene Verbandslisten durch die FiBL Projekte GmbH erstellen zu lassen.  

Auf der Webseite www.betriebsmittelliste.de steht die bewährte Online-Betriebsmittelsuche zur Verfügung. Hier können alle aktuell gelisteten Produkte eingesehen und Bestätigungen zur Konformität der Betriebsmittel erstellt werden. Auch Produkte, die nach Drucklegung in die Betriebsmittelliste 2017 aufgenommen werden, sind auf der Webseite zu finden.  

In der Online-Suche können die Produkte nach den Demeter-, Demeter International-, Gäa- und Naturland-Verbandsrichtlinien gefiltert werden.  

Auch in der aktuellen Auflage der Betriebsmittelliste werden wieder Produkte aus den Bereichen Zutaten, Hilfs- und Zusatzstoffe für die Herstellung von Biowein sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel für die Herstellung von Biofruchtsaft und -wein gelistet.  

Die Betriebsmittelliste 2017 umfasst 230 Seiten und kann zum Preis von 14,00 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden.  

Quelle: Pressemitteilung des FiBL