2016-12-21

Reduzierte Bodenbearbeitung bei Ackerbohnen möglich

Eine temporäre Direktsaat ist beim Anbau von Ackerbohnen im Ökolandbau unter bestimmten Voraussetzungen ohne wirtschaftliche Ertragseinbußen möglich. Bei Lupinen und Sojabohnen müssen Biolandwirtinnen und -landwirte dagegen mit erheblichen Ertragseinbußen rechnen.

Das sind die Ergebnisse einer dreijährigen Studie zur Optimierung des Anbaus von Körnerleguminosen im Ökolandbau, die von der Universität Bonn koordiniert wurde. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Die Wissenschaftler untersuchten an drei verschiedenen Standorten in Deutschland den Einfluss von Mulch- und Direktsaatverfahren sowie verschiedener Düngevarianten auf den Ertrag und die Stickstofffixierleistung von Körnerleguminosen. Hintergrund ist, dass eine pfluglose Bearbeitung nachweislich vorteilhaft für das Bodengefüge und die Arbeitswirtschaftlichkeit ist, im Ökolandbau aber oft zu erhöhtem Unkrautdruck und verringerter Stickstoffmineralisierung führt. 

Mit Ackerbohnen konnten in den Versuchen nach temporärer Mulchsaat jedoch überwiegend wirtschaftliche Erträge bis 6,6 Tonnen pro Hektar erzielt werden, obwohl der Unkrautdruck zum Teil deutlich höher war im Vergleich zur Kontrolle mit Pflugbearbeitung. 

Entscheidend für den Anbauerfolg bei reduzierter Bodenbearbeitung sind nach Ansicht der Forscher ein optimales Saatbett und ein geringes Vorkommen von Wurzelunkräutern wie Distel oder Ampfer. Als vorteilhaft erwies sich auch Hafer als Vorfrucht, der bei gleichmäßiger Verteilung der Erntereste einjährige Samenunkräuter ausreichend unterdrückte.

Bei den konkurrenzschwachen Leguminosenarten Lupine und Sojabohne gingen die Erträge bei pfluglosem Anbau dagegen in allen drei Versuchsjahren durch starken Unkrautbesatz deutlich zurück. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb Landwirtinnen und Landwirten, die Lupine oder Soja dennoch pfluglos anbauen wollen, den erhöhten Unkrautdruck durch eine intensive mechanische Kontrolle und möglichst konkurrenzstarke Sorten zu kompensieren.

Die Düngung mit verschiedenen Schwefeldüngern wirkte bei Schwefelgehalten im Boden von über 25 Kilogramm pro Hektar in mineralisierter Form weder bei Ackerbohnen noch bei Soja ertragssteigernd. Auch eine kombinierte Düngung mit Rohphosphat und elementarem Schwefel brachte keine Mehrerträge. 

Entgegen der Erwartung der Forscher stieg die Stickstofffixierleistung der untersuchten Leguminosenarten bei reduzierter Bodenbearbeitung nicht an. Die Forscher erklären dieses Ergebnis damit, dass als Folge von Verdichtung der Luftaustausch zwischen Boden und Atmosphäre durch die pfluglose Bearbeitung stark eingeschränkt wird. Das behindere die Aufnahme von Luftstickstoff durch die Knöllchenbakterien.
Quelle: Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft


Gewissen verkauft: WWF und Lachs-Mafia

Die Umweltstiftung WWF geriet bsw. 2008 schon in die Kritik, als sie für einen “Portokassenbeitrag“ einen Partnerschaftsvertrag auch mit Marine Harvest Norway AS abschloss. Haupteigner: John Frederiksen International Transport, Roskilde, Finanzinvestor, Eigner der Welt größten Tankerflotte, Marktführer bei Ölplattformen und zudem liegt in seinen Händen ein Drittel der weltweiten Lachsproduktion. 

Dabei lässt sein Konzern in Norwegen und vor der chilenischen Küste Lachse züchten. In Chile werden sie in riesigen Käfigen gehalten und mit so viel Antibiotika vollgepumpt, dass Film- und Buchautor Support Wilfried Huismann against WWF, dreifacher Träger des Adolf-Grimme-Preises und auch mit am Drehbuch dieses Bremen-Tatortes beteiligt, , www.wilfried-huismann.de sie "schwimmende Apotheken" nennt. 

Wie viel Industrienähe verträgt der Umweltschutz ist die Kernfrage seines "Schwarzbuch WWF", in dem er hart mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) ins Gericht geht, denn durch Kuschelei mit den Konzernen verrate die Organisation ihre eigenen Ziele. Schon die Unterzeile des im Gütersloher Verlagshaus (Verlagsgruppe Random House) erschienenen Buches beklagt "Dunkle Geschäfte im Namen des Panda". Und wieder konkret auf die Lachsproduktion bezogen: Nachhaltigkeit sei dabei unmöglich: "um ein Kilo Lachsfleisch herzustellen, werden vier bis sechs Kilogramm wildlebende Fische getötet" und zu Fischfutter verarbeitet. 

Marine Harvest sei ein "janusköpfiges Monster", das sich in Norwegen grün und transparent gebäre, in Chile aber die Meeresökologie und das Leben der Menschen zerstöre. In den südamerikanischen Aquafarmen wird die Antibiotikadosierung um ein Vielfaches gegenüber dem heimatlichen Norwegen überschritten, Zudem zerstören die Fäkalien und Reste der (Über-)fütterung Flora und Fauna der Seen und nimmt den dortigen Fischern die Existenz.  Ausgebrochende Lachse haben zudem über tausende von Kilometern den Weg in die heimatliche Population gefunden und ihre Erkrankungen in die dortigen Wildbestände eingeschleppt. Trotz alledem wurden Konzern und WWF Partner.

2016-12-19

Avocados in der Kritik: Ist Bio besser?

Die konventionelle Erzeugung von Avocados ist in die Kritik geraten: Monokulturen, hoher Bewässerungsbedarf, lange Transportwege. Da stellt sich die Frage: Sind Bio-Avocados da soviel besser? bio-markt.info hat nach Antworten gesucht.

 

http://bio-markt.info/berichte/avocados-in-der-kritik-ist-bio-besser.html